"Was tut sich?" mit David Wnendt

© Constantin Film

am Do., den 8.6 in Frankfurt am Main

Enormen Drive und »street credibility«: Dies attestierte unsere Autorin Anke Sterneborg dem Film »Sonne und Beton« in ihrer Kritik. Schauplatz ist die Berliner Gropiusstadt im Hitzesommer 2003. Gewalt, Drogen und Armut sind Alltag in diesem hochexplosiven Viertel. Die Jugendlichen Lukas, Gino und Julius gehören hier zu den Opfern. Zu Hause haben sie Stress, und Geld für die Freizeit bleibt auch nicht. Als sie schließlich beim Graskaufen in eine Prügelei geraten und 500 Euro Schutzgeld von ihnen verlangt werden, sind sie endgültig am Verzweifeln. Ihr neuer Mitschüler Sanchez hat die vermeintlich rettende Idee: Einfach in die Schule einbrechen und die neuen Computer mitgehen lassen. Ungeschönt blickt der Film auf die hässlichen Seiten des Viertels und entwickelt gleichzeitig Sympathien für seine rotzigen Protagonisten. 

»Sonne und Beton« ist die Verfilmung des gleichnamigen, autobiografisch geprägten Bestsellers von Comedian Felix Lobrecht, der auch am Drehbuch mitgewirkt hat. Für Regisseur David Wnendt ist es eine Rückkehr zu den Wurzeln. Bereits sein erster Kurzfilm »California Dreams« handelte 2005 von einem jugendlichen Schulschwänzer in Berlin-Marzahn. Nach einem Magisterstudium in BWL und Publizistik sowie diversen Tätigkeiten bei Film-, Fernseh- und Theaterproduktionen studierte Wnendt Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen »Konrad Wolf« in Potsdam. Dort gelang ihm 2011 mit seinem Abschlussfilm »Kriegerin«, einer Auseinandersetzung mit der deutschen Neonaziszene, der Durchbruch. Es folgten die Verfilmung des Bestsellers »Feuchtgebiete« von Charlotte Roche und die Hitler-Satire »Er ist wieder da«.

Vorstellungsbeginn am 8.6. ab 19:30 Uhr

DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt 
Karte

Vorverkauf an der Museumskasse
Di – So 10 Uhr bis 18 Uhr
Tel.: +49 69 961 220 – 220
kinokasse@dff.film

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