Roderick Warich

Drehbuchautor/in von:

Nachdem eine 17-Jährige zugedröhnt von einem Hochhausdach stützt, nähern sich ihre Mutter und jüngere Schwester und ihr Freund in der Trauer an. Sandra Wollners leise-wuchtige Trauerstudie ist durchzogen von Spiegelungen und Doppeldeutigkeiten: ein formales wie inhaltliches Abarbeiten an Erinnerungen, in dem die Grenzen zwischen Damals und heute, zwischen Realität und Videospiel verschwimmen.
Timm Kröger mischt für sein Multiversum die Karten der Filmgeschichte gründlich durch, um daraus etwas rätselhaft Neues entstehen zu lassen und lässt Realität und Fiktion, das Faktische und das Mögliche souverän und geheimnisvoll oszillieren.
In ihrem zweiten Spielfilm erzählt Sandra Wollner von einem Androiden, der in die Rolle einer verschollenen Tochter und eines vor Jahrzehnten verstorbenen Bruders schlüpft. Was macht uns zu Menschen und was bedeuten Erinnerungen? Stilistisch bravouröses, verstörendes Assoziationskino um die Institution der Familie