Louis Dickhaut

Kammeramann/frau von:

Kilian Armando Friedrich verbindet dokumentarische Unmittelbarkeit mit präzisem sozialem Blick. Sein Spielfilmdebüt zeigt, was sonst unsichtbar bleiben soll: die Erschöpfung, Würdelosigkeit und stille Gewalt einer Arbeitswelt, die nur funktioniert, solange Menschen sich selbst aufreiben. Atemlos, beklemmend, mit einer großartigen Hauptdarstellerin.
Aaron kehrt in die dörfliche Heimat zurück, um die desolate Beziehung zu Mutter Susanne aufzuarbeiten. In seinem radikalen Langfilmdebüt erzählt Lukas Röder meist im mit Handys gefilmten Splitscreen-Modus vom schmerzhaften Versuch einer Wiederannäherung. Ein kammerspielartiger Seelenstriptease.