Ab ins kühle Kino – epd film Newsletter 25.06.2026

Ab ins kühle Kino

Deutschland ächzt einmal mehr unter einer Hitzewelle. Am Wochenende soll es Richtung 40 Grad gehen. Bereits im letzten Jahr haben wir die filmische Verarbeitung von Hitze im Film als Thema aufgegriffen. Maxi Brauns Beitrag »Summer in the City: Die Hitze im Kino« lohnt sich auch ein Jahr später noch.

Ein guter Aufenthaltsort, um der Hitze zu entkommen: Ein klimatisierter Kinosaal. Diese Woche neu im Angebot sind unter anderem der in Amerika bereits gehypte Horrorfilm »Obsession«, die Tove Jansson-Verfilmung »Das Sommerbuch« und der der rätselhafte wie virtuose »Resurrection« des Chinesen Bi Gan.

Wer doch lieber zu Hause bleibt, findet in der ARD-Mediathek mit »Prisoner« eine packende internationale Serie. Diemut Roether von epd Medien hat zum Start der Serie mit Regisseurin Pia Strietmann über die Arbeit an »Prisoner« und die Unterschiede zwischen nationalen und internationalen Produktionen gesprochen

von: 
Ferien, Wasser, like ice in the sunshine – die eine Seite des Sommers. Die andere hatte schon vor der Klimakrise eine­ große Tradition im Hollywoodkino.
Für die Serie »Herrhausen« erhielt die Regisseurin Pia Strietmann 2025 den Grimme-Preis, den Deutschen Fernsehpreis und den Bayerischen Fernsehpreis.

ARD-Mediathek: »Prisoner«

Eine junge Justizbeamtin muss einem ehemaligen Auftragskiller und ­Kronzeugen auf der Flucht vor seinen früheren Auftraggebern beistehen.
Filme der Woche: 

Resurrection

Der dritte Spielfilm des Chinesen Bi Gan ist eine überaus ambitionierte, immer wieder berauschend schöne Liebeserklärung an das Kino, dessen enge Verbindung zum Traum hier in sechs Kapiteln, durch 100 Jahre Film- und chinesische Geschichte virtuos durchgespielt wird.

Obsession – Du sollst mich lieben

Ein junger Mann sorgt mit einem magischen Gegenstand dafür, dass sein Crush ihn liebt, und gerät in einen brutalen Alptraum. Stark inszenierter Horrorfilm mit dunklem Humor und beeindruckend pointierten Schockmomenten.

Das Sommerbuch

Charlie McDowells Adaption des gleichnamigen Erfolgsromans von Tove Jansson ist eine Art filmische Meditation über Themen wie Tod, Trauer und Hoffnung. Der Film rahmt seine knappen Handlungselemente mit stilvollen Naturaufnahmen und stimmungsvoller Musik, in denen sich Stimmungen der Figuren spiegeln.

Donkey Days

Rosanne Pel entfaltet das Psychogramm einer dysfunktionalen Familie, pointiert formuliert, sinnlich erzählt und virtuos gespielt von Jil Krammer, Susanne Wolff und Hildegard Schmahl.