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Die Filmemacher hatten, so scheint's, alles vermeiden wollen, was die Insel ausmacht, wohl in der Angst, unmodern zu erscheinen. Wir kennen Hiddensee seit 1975, besuchten sie in unregelmäßigen Abständen immer wieder, und nicht nur als Tagesgäste. Wir kennen die Idylle, den Mangel zu DDR-Zeiten, wir kennen aber auch die Brüche der letzten Jahrzehnte. Die aus Fischern Bettenmacher und Fensterputzer gemacht haben. Depressionen und vorzeitiger Tod sind nicht selten seitdem. Aber es gibt sie dennoch, die"Ureinwohner" mit ihrem kauzigen Humor, dessen Sprödigkeit den Gast stutzen lässt, der an die falsche Zuvorkommenheit von Hotelrezeptionen gewöhnt ist. Kennt man die Hiddenseer näher, ist ihre besondere Art der Herzlichkeit oft ein Grund wiederzukommen. Im Film bleiben sie unsichtbar. Warum? Könnten sie vielleicht unbequeme Wahrheiten über fragwürdige Praktiken so genannter Investoren oder Machtspielchen diverser Provinzpolitiker in die Debatte werfen? Stattdessen wird der Kinobesucher mit der Dauerpräsenz von Pfarrer und Bürgermeister beglückt. Die tieferen Gründe für ihr Gezänk bleiben verborgen, oberflächliche Andeutungen und hastige Filmschnitte lassen fragen, was das überhaupt soll.
Somit bleiben Sinn des Films und die Absichten seiner Macher im Dunkel. Oder gab es die gar nicht? Außer: Hauptsache anders!

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