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Lässt der Beginn des Films noch auf ernstzunehmende Dramaturgie hoffen, sieht sich der Zuschauer im weiteren Verlauf der Handlung den üblichen Klischees der Nazifizierung ausgesetzt. In diesem Zusammenhang sei nur Theodor Kotullas Meisterwerk "Aus einem deutschen Leben" von 1977 erwähnt, der damals sogar auf dem Gelände von Auschwitz gedreht werden durfte - mit einem jungen und absolut überzeugenden Götz George als Lagerkommandant. Erst mit "Schindlers Liste" gelang Steven Spielberg knapp 20 Jahre später ein gleichermaßen überzeugender Film. Soldinis Bemühen scheitert schon zu Beginn mit der Einführung des mutmaßlichen Hitler-Chefkochs und der Einführung seiner rüden SS-Wächter, die das Probe-Essen der jungen Frauen überwachen. Von Max Riemelts Darstellung schweigt die Höflichkeit.
Anmerkung: Der Rezensent hat den Film in einem englischen Programmkino mit mehrmaliger Verspätung gesehen.

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