Aktuelles
18.10.2026
Koxi, bürgerlich Caroline Kox, ist eine deutsch-luxemburgische Filmemacherin, Filmproduzentin und Komponistin. Sie studierte an der Kunsthochschule für Medien Köln und ist Mitgründerin der Filmproduktionsfirma paradies. Mit Antonio de Luca schrieb sie zahlreiche Filmmusiken. »Liebhaberinnen« ist ihr Regiedebüt.
09.10.2026
In den 50er und 60er Jahren war er neben Hitchcock der einzige Regisseur, dessen Gesicht weltweit bekannt war. Seither ist er nie ganz aus der Mode gekommen. Gerhard Midding gibt anlässlich einer Retro auf arte Empfehlungen.
05.10.2026
Als Retrospektive zeigte das Festival von San Sebastián eine Schau der Filme des Schriftstellers, Drehbuchautors und Regisseurs José Giovanni.
30.09.2026
Mike Leighs warmherziges Alterswerk »Tender Loving Care« war der große Gewinner des Filmfestivals von San Sebastián.






Winterdieb
Eher zufällig konnte ich am 25.02.2019 den 25 - minütigen Rest des Films " Winterdieb " bei dem französisch - deutschen Gemeinschaftssender " arte " sehen. So auf diesen aufmerksam geworden, habe ich mir danach die Mühe gemacht, das all wissende Netz ein wenig zu befragen. Die Quintessenz hieraus lautet: Ein sehr gelungenes Werk einer talentierten Regisseurin Ursula Meier, die hierfür - nicht von ungefähr kommend - einen Silbernen Bären erhielt. Ihr 2012er - Beitrag setzt regelmäßig feine Nadelstiche in den fetten Allerwertesten der Wohlstandsgesellschaft. Es sollen hier keine verstaubten Klassenkampfparolen wieder salonfähig gemacht werden; ebenso wenig wird die grüne " Öko - Keule " im Schrank gelassen. Vielmehr geht es darum, dass die auf hirnlosen Konsum, eitler Selbstdarstellung und Geldgeilheit getrimmte Indsutriegesellschaft, eben keinen Platz für eine Gefühlsebene belässt. Das gilt sowohl in den Kreisen der besser Betuchten, als auch im Leben der Menschen, die zum sozialen Rand zählen. Der 12 jährige Junge sucht bei seiner unreifen, völlig unfähigen Mutter nichts weiter als Anerkennung und ein gewisses Maß an Zuneigung / Liebe. Deshalb geht er auf Diebstahltour, um über den Verkauf seiner " Beute ", bei der - leider lebensuntüchtigen
- Mutter Beachtung zu finden.
Nicht mehr und nicht weniger möchte der Film herüber bringen. Wer nur den Beitrag auf den Versuch einer " Sozialkritik " reduziert und zudem - siehe oben - sein eigens Fehlurteil auf falsche Fakten stützt ( Wie ist es biologisch möglich, dass eine " minderjährige " Mutter einen 12 jährigen Sohn zu versorgen hat? ) hat den Film nicht einmal ansatzweise verstanden. Am 3. März soll " arte " diesen erneut senden. Ich werde ihn mir dieses Mal aufzeichnen und später vollständig ansehen. Es lohnt sich!