Aktuelles
09.02.2026
Luna Wedler wurde 1999 in Zürich geboren. Mit 14 spielte sie in »Amateur Teens« ihre erste Rolle. 2016 begann sie ihre Ausbildung an der European Film Actor School in Zürich. Sie spielte Rollen in »Auerhaus« (2019), »Je suis Karl« (2021) und »22 Bahnen« (2025). Für »Silent Friend« erhielt sie in Venedig den Marcello Mastroianni Award als Best Young Actress.
23.01.2026
Lynne Ramsay zu ihrem jetzt auf Mubi erscheinenden Film »Die My Love«, über Punk, Schwangerschaft und Vertrauen am Set.
29.12.2025
Marie Bloching, geboren 1996 in Krefeld, ist Schauspielerin. Sie besuchte die Otto Falckenberg Schule für darstellende Kunst in München. Ihr Kinodebüt gab sie 2016 in »Radio Heimat«. 2021 bis 2024 spielte sie eine der Hauptrollen in vier Staffeln der Amazon-Serie »Die Discounter«. Im Film »Schwesterherz« ist sie ab 8. Januar zu sehen.



Nur ein Werbefilm vom Werbefilm-Macher
Ich habe den Film in Freiburg gesehen mit anschließender Diskussion mit dem Regisseur Kristian Gründling. Ich finde, Frau Hallensleben beschreibt sehr genau, was dieser Film zeigt: Es ist ein Werbefilm für Herrn Janssen.
Inhaltlich konnte der Regisseur Gründling dann keine weiterführenden Infoormationen geben.
Er befürwortet zwar das Weglassen von Etiketten. Im Film Film wird allerdings reichhaltig damit geprotzt - außer bei Herrn Götz Werner, der bescheiden als "Firmengründer von dm" bezeichnet wird, trotz seiner Professur - dafür werden andere als solche bezeichnet, die es gar nicht sind (Herr Jürgen Fuchs).
Wer sich außer im Kino auch beruflich mit Fragestellungen in der heutigen Arbeitswelt beschäftigt, hat all diese mehr oder weniger sinnigen plakativen Aussagen schon gehört und kennt auch Unzählige, die ihr Geld damit verdienen, indem sie produzierenden Unternehmen diese Ideen nahebringen. Dazu gehört dann auch die "Gute Botschafter GmbH", die ihr Sprachrohr im Film bekommt.
Der Film beschäftigt sich dann auch nur mit Mitarbeitern, die leicht von derartigem Umdenken begeistert werden können. Ein Dienstleistungsunternehmen ist da leichte Kost. Ungleich anspruchsvoller wäre ein produzierendes Unternehmen in seiner Entwicklung zu begleiten und zwar über alle Hierarchiestufen hinweg, angefangen bei dem Werker oder Werkerin am Fließband oder in der Produktion. Damit könnte der Frauenanteil an Interviewten auch gesteigert werden.
Der Film zeigt zwar, aber thematisiert nicht, dass Veränderungen in Unternehmen und deren Kultur von "oben" (ja, es gibt weiterhin Hierarchie) begonnen werden müssen.
Die scheinbaren Incentives für wenige Mitarbeiter und das anschließende emotionsschwangere Befeiern von Aktionen wie Schulenbauen in Ruanda und Berge besteigen, ist keine umfassende Lösung zur Unternehmenskultur-Veränderung.
Diejenigen, die den Film hier positiv bewertet haben, lassen mich ahnen, wie wenig sie sich bisher mit dem Thema beschäftigt haben. Von einem Nachholen dessen in einem Kino kann ich aber nur abraten.