Aktuelles
10.06.2026
»Great Expectations: British Postwar Cinema 1945–1960«, die letztjährige Retrospektive des Festivals von Locarno wird jetzt in Teilen im Berliner Arsenal nachgespielt.
03.06.2026
1976 skandalös, heute unbequem und konsequent: Nagisa Õshimas Erotikdrama »Im Reich der Sinne« (Ai no korîda) kommt am 11. Juni in ausgewählte Kinos.
31.05.2026
In über 60 Jahren hat er Fürsten und Outlaws, Krieger und Liebhaber gespielt, 2025 ist er gestorben. Tim Abele empfiehlt die Retro, die ihm das Japan-Filmfestival Nippon Connection widmet.
26.05.2026
Cristian Mungius »Fjord« gewann die Goldene Palme der 79. Filmfestspiele Cannes und den Preis der Ökumenischen Jury. Das Familiendrama über Kulturkonflikte im norwegischen Kinderschutzsystem spaltete das Publikum – und überzeugte die Jury.




Kritik zu "Der junge Messias"
Ich stimme der Kritik voll und ganz zu. Der Film ist hart an der Grenze zum Kitsch, obwohl er eigentlich großes Potenzial hätte. Insbesondere der Mord an den unschuldigen Kindern in Bethlehem zieht sich als Reflexionsfaden wenigstens durch zwei Drittel des Films und bietet Anknüpfungspunkte für das eigene Leben. Ansonsten ist der Film historisch betrachtet - wie im Kommentar richtig erwähnt mit Ausnahme wohl der Römer - völlig unrealistisch, der junge Jesus grinst immer debil, die heile Familie wird einem geradezu aufgenötigt. Sogar der Cousin, der in diesem Alter bestimmt sein Wissen anders ausgekostet hätte, ist furchtbar erwachsen. Das Ganze wirkt sehr amerikanisch - obgleich die Darsteller auf der Originaltonspur vor allem Englisch sprechen. Danke für einen guten Kommentar!