"Was tut sich?" mit Jan Bonny

© W-film

2018
Original-Titel: 
Wintermärchen
Filmstart in Deutschland: 
21.03.2019
V: 
L: 
125 Min
FSK: 
16
am Fr., 29.03. in Frankfurt am Main

Beim letztjährigen Festival von ­Locarno sorgte Jan Bonnys Film »Wintermärchen« – der deutsche Beitrag im internationalen Wettbewerb – für Gesprächsstoff. Bonnys Film ist die Innenansicht einer Terrorzelle: Beckys und Tommis Beziehung wird dominiert von zerfressender Langeweile, Frust und Abhängigkeit. Ihr Kosmos in der schmuddeligen Wohnung ist winzig, ihre Pläne sind groß. Zusammen wollen sie als Terrorzelle Ausländer ermorden und landesweite Aufmerksamkeit erzeugen! Plötzlich steht Maik in der Küche, und aus dem passiven Duo wird ein explosiver Dreier.

»Wintermärchen« ist nach »Gegenüber« (2008) Jan Bonnys zweiter Kinospielfilm. Bonny studierte an der Kunsthochschule für Medien in Köln, realisiert gemeinsam mit Alex Wissel Experimentalfilme wie »Rheingold« und »Single« und dreht Werbefilme. Auch im Fernsehen hat er Furore gemacht. In seinem – zweiten – »Polizeiruf: Das Gespenst der Freiheit« bekam es der von Matthias Brandt gespielte Kommissar von Meuffels mit rechten Tätern zu tun, die einen Flüchtling totgetreten hatten. Mit seinem ersten »Polizeiruf: Der Tod macht Engel aus uns allen« und dem »Tatort: Borowski und das Fest des Nordens« war Bonny jeweils für den Grimme-Preis nominiert.

»Wintermärchen» ist radikales Kino am Abgrund«, schreibt Jens Balkenborg in seiner Kritik in diesem Heft, »Bonnys Film ist mehr ein Versuchsaufbau für ein extremes soziologisches Experiment, auf Handlungs- und Rezeptionsebene.«

Die Veranstaltung mit Jan Bonny ist eine Kooperation zwischen epd Film, dem Deutschen Filmmuseum und dem Lichter Filmfest.

Vorstellungsbeginn am 29.03. ab 20:15 Uhr

Kino im Deutschen Filmmuseum
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt am Main
Karte

Vorverkauf an der Museumskasse
Di-So 10 Uhr bis 20 Uhr
Tel.: +49 (0)69 961 220 – 220

Die Reihe »Was tut sich – im deutschen Film« ist eine Kooperation von epd Film mit dem Deutschen Filmmuseum Frankfurt.

Meinung zum Thema

Ihre Meinung ist gefragt, Schreiben Sie uns