Die Lösung des Monsterproblems

Unsere "steile These" des Monats Oktober
»Meg« (2018). © Warner Bros. Pictures

»Meg« (2018). © Warner Bros. Pictures

Aus einem verwunschenen Tiefseebiotop ist er in diesem Sommer aufgestiegen, um die Urlauber aller Strände das Fürchten zu lehren: der Meg, ein Urhai, der Steven Spielbergs Großen Weißen zierlich wirken lässt. Der Rückgriff auf die ausgestorbene Spezies Carcharodon megalodon ist nicht so originell, wie es sich anhört – das Biest war vorher schon mal im Kino aufgetaucht, 2002, in »Shark Attack 3: Megalodon« –, und überhaupt ist das Hai-Genre, wie ein Kritiker meint, längst weiter gewesen. Aber als ich mir so anschaute, wie Jason Statham Mann gegen Fisch und in guter alter Handarbeit seinen Job erledigt, einfach mit der Harpune ins Auge – Splat! –, da dachte ich: In diesem Film steckt die Lösung aller Kinomonster-Probleme. Sie heißt »Expendables«.

Es wäre ein Leichtes, für die unvermeidliche Fortsetzung des Meg Jason Stathams alte Kumpel zu reaktivieren. Und dann könnten sie den Rest gleich mit erledigen. Stellen Sie sich vor, wie das professionelle, hocheffiziente Actionkombinat um Statham und Stallone sich durch das Amerika von »The Walking Dead« fräsen würde – die Zombies, die sich diesen Monat in die neunte Staffel schleppen, wären in zwei Wochen erledigt, schon deshalb, weil keiner der Jungs so blöd ist, sich mit dem Rücken zu einem Gebüsch aufzustellen, um Beziehungsgespräche zu führen. Die bösen Blechkerle in »Transformers«? Von Dolph Lundgrens Gunnar mit links zusammengefaltet. »Jurassic Worlds« Dinosaurier? An die Kette gelegt. Die Kaiju in »Pacific Rim«? Zersiebt. Mein großer Weihnachtswunschfilm ist natürlich »Expendables vs. Aliens & Predators«: Wie Jet Li den sabbernden Space-Parasiten mit einem präzisen Tritt ans prominente Kinn ausschaltet, muss man gesehen haben.

Das Projekt hätte den Vorteil, dass alle High-Tech-Blockbuster-Serien in einer zusammenfallen und viele Kinos frei würden für was anderes. Bei einem Franchise bin ich mir allerdings nicht so sicher. »Avengers«. Die spielen in einem entrückten Universum – um Thanos zu kriegen, braucht man mindestens Rauman­züge. Aber, hey, Bruce Willis ist doch Gaststar bei den »Expendables«. Und der hat schon mal einen Asteroiden erlegt. Mit dem Bohrer.

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