Maxence Dussère
Musik für:
Statt auf überbordende Gefühle und Dramatik setzt Regisseurin Anna Cazenave Cambet auf Nüchternheit und Ruhe. Dass ihre Romanadaption über weibliche Selbstermächtigung trotz der einen oder anderen Länge zum Ereignis wird, liegt vor allem am ebenso nuancierten wie intensiven Spiel von Hauptdarstellerin Vicky Krieps.
Das Drama über die Affäre einer verheirateten Fischerin mit einem jungen Mann verläuft entgegen der theatralischen Konventionen einer klassischen Ehebruchfilmes, verliert aber trotz stimmungsvoller Inszenierung und Cécile de France als vitaler Heldin zunehmend an Glaubwürdigkeit.



