Hans Helmut Prinzler

Hans Helmut Prinzler wird 80
Hans Helmut Prinzler © 2008, Florian Liedel / Deutsche Filmakademie

Hans Helmut Prinzler © 2008, Florian Liedel / Deutsche Filmakademie

Hans Helmut Prinzler ist aus Berlin, genauer: der Filmstadt Berlin, nicht wegzudenken. Geboren am 23. September 1938 in Berlin, hat er von 1958 bis 1966 Publizistik, Theaterwissenschaft und Germanistik studiert. Danach hatte er leitende Positionen in der Deutschen Film und Fernsehakademie Berlin (DFFB), in der Stftung Deutsche Kinemathek, von 2000 bis 2006 war er Direktor des Filmmuseums Berlin. Er hat schon damals an vielen Büchern zum Thema Film und Medien mitgearbeitet oder sie herausgegeben. Seit 2006 ist er im Ruhestand. 

Nun konnte er die Seiten wechseln und über Bücher schreiben. In einem fast täglichen Blog stellt er neue Publikationen vor, aber auch interessante neue DVDs, er gibt Auskunft über Veranstaltungen und Festivals. Aber seine Beschäftigung mit Filmbüchern reicht viel weiter zurück. Ab 1961 hat er Filmbücher des Jahres empfohlen, ab 2007 Filmbücher des Monats. Alle diese Empfehlungen findet man weiterhin im Internet.

Als Stichprobe Prinzlers Blog-Eintragungen von 26. August bis 1. September.

26.    August: DVD »Die Gezeichneten« von Carl Theodor Dreyer aus dem Jahr 1922.

27.    August: keine Eintragung

28.    August: Buch von Klaus Christian Vögl »1938 – 1945: Ausgeschlossen und gleichgeschaltet: Kino in Österreich 1938 - 45«

29.    August: Vorschau auf das Programm des 75. Festivals von Venedig.

30.    August: Chris Kraus: »Sommerfrauen Winterfrauen«, Roman des Filmregisseurs.

31.    August: »Sichtbar machen«, Buch mit 16 Texten zur Theorie des Dokumentarfilms.

01.    September: Dissertation »Ornamentale Oberflächen« von Evelyn Echle zum Stummfilm.

Prinzler informiert ausführlich über Bücher oder DVDs, er erwähnt bei Sammelbänden möglichst alle Autoren, er geht kurz auf möglichst alle Themen einer Publikation ein. Wenn man seinen Text gelesen hat, ist man gut informiert, weiß nun, ob man das Buch lesen soll oder nicht. Er schreibt keine Kritiken, lässt aber das, was ihm nicht gefallen hat, vorsichtig in seinen Text einfließen. Bei Lob hält er sich nicht zurück. Manchmal mündet seine Beschreibung in dem Satz: »ich bin begeistert.«. Das Wichtigste ist vielleicht: Man kann sicher sein, dass einem kein Buch in deutscher Sprache zum Thema Film und Medien entgeht, selbst entlegene Dissertationen findet man bei ihm. 

Herzlichen Glückwunsch zu Deinem 80. Geburtstag, lieber Hans Helmut, Wilhelm Roth

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