Kritik zu All the Boys Love Mandy Lane

© Senator Film

2006
Original-Titel: 
All the Boys Love Mandy Lane
Filmstart in Deutschland: 
26.06.2008
L: 
90 Min
FSK: 
Ohne Angabe

Ein Teenager-Slasherfilm mit poetisch-intellektuellem Unterton. Auf einer texanischen Ranch wird das Weekend einer Gruppe Jugendlicher zum blutigen Alptraum

Bewertung: 4
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Die Jeunesse dorée von Texas feiert eine wilde nächtliche Pool-Party. Über die schöne, blonde Mandy Lane, Teenage Queen der Highschool, kriegen sich bald zwei Jungs in die Haare, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Da ist einmal der Partygastgeber, ein Schnösel aus reichem Haus und angeberischer Sport-Crack, der Mandy mit allen Mitteln erobern will. Und da ist der uncoole Emmet, Mandys verschrobener, platonischer Dauerkumpel. Natürlich demütigt der protzige Dylan den Außenseiter Emmet. Aber Emmet schlägt zurück: Er fordert Dylan auf, doch vom Dach des Hauses direkt in den Pool hinunterzuspringen. Diese Mutprobe würde Mandy bestimmt imponieren. Und tatsächlich: vor den Augen der Partygäste springt der dumme Dylan vom Dach – in den Tod.

Jonathan Levines Debütfilm mit dem Titel, der wie ein poetischer Rocksong klingt, ist ein Thriller über die Geheimnisse der Jugend, ihre Sehnsüchte und Grausamkeiten. »Wenn das Publikum den Film sieht«, so der Regisseur, »soll es sich daran erinnern, wie schrecklich es war, Teenager zu sein – und wie verzweifelt man dieser Zeit danach hinterhertrauert.«

Nach dem provozierten Unfalltod Dylans macht sich Mandy von Emmet unabhängig. Bald lässt sie sich wieder einladen: zu einem Weekend auf der Ranch eines vermögenden Mitschülers. Das perfekte Sommerwochenende, an dem noch vier weitere Jugendliche teilnehmen, wird aber bald von Signalen des Todes überschattet. Tote Kühe, eine giftige Wasserschlange und ein merkwürdiger Verwalter lassen die Jugendlichen erschaudern. Wie reagiert die hübsche, gescheite Mandy, das archetypische Objekt der Begierde, an diesem Hort des Unheimlichen?

Levines geradliniger, handwerklich perfekt gemachter Slasherfilm wirkt in seinen besten Momenten so, als hätte Henri-Georges Clouzot einen Ausflug auf Tobe-Hooper-Terrain gemacht. Und glauben Sie mir: Das Ende hält bei aller psychologischen Unglaubwürdigkeit eine unglaubliche Überraschung bereit.

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