Filmkritiken
Woche vom 01.07.2026
Der erste, in mehrfacher Hinsicht vielstimmige Spielfilm des Dokumentarfilmregisseurs Daniel Roher wechselt die Genres so fließend wie ein virtuoser Musiker die Tonlagen. Es beginnt als liebenswert verspielte Buddy-Komödie über den Arbeitsalltag zweier New Yorker Klavier-Stimmer, geht fließend in eine romantische Liebesgeschichte über, die wiederum von einem Heist-Thriller wird.
Aleksandre Koberidze erzählt von einem Vater auf der Suche nach seiner verschwundenen Tochter. Sein Roadtrip zu lauter ländlichen Fußballplätzen Georgiens ergibt jedoch kein typisches Road Movie mit tollen Landschaftspanoramen: Gedreht auf einem Handy von 2008 ist der Film ein hintersinnig-vertracktes Spiel mit der Wahrnehmung und unseren Erwartungen, wunderbar ironisch und poetisch.



