Aktuelles
23.03.2026
Julia Ducournau, 1983 in Paris geboren, ist eine französische Regisseurin und Drehbuchautorin. 2016 gab sie mit »Raw« ihr Spielfilmdebüt, 2021 gewann sie mit »Titane« die Goldene Palme von Cannes. Ihr Stil zeichnet sich durch eine eigentümliche Mischung aus Body-Horror und Arthouse-Drama aus.
28.02.2026
Kristen Stewart über ihren Regie-Erstling »The Chronology of Water«: ein radikal persönlicher Film über weibliche Selbstermächtigung, künstlerische Autonomie – und das Ringen um eine eigene, unverstellte Stimme.
27.02.2026
Jim Jarmusch, geboren 1953 in Ohio, ist einer der profiliertesten US-Autorenfilmer und die ewige Verkörperung des Independent-Films. Für »Father Mother Sister Brother« erhielt er 2025 in Venedig den Goldenen Löwen.
25.02.2026
Ein starkes Generation-Jahrgang: Von der brasilianischen Zeitreise-Doku »The Fabulous Time Machine« über das berührende rumänische Roadmovie »Atlas of the Universe« bis zu empowernden Geschichten wie »Gugu's World« und »Ghost School«.




Ein blendender Film
Es wurde eigentlich alles schon gesagt, nur wundert mich, dass noch niemand das epd-film-Gespräch mit Louise Peter (eine der Drehbuchautorinnen) erwähnt hat. Das sagt eigentlich mehr über den Film, als die Kritik oben. Sie beschreibt darin, wie sie über Jahre einzelne Ideen und Recherche-Schnipsel zusammengetragen und am Ende dann montierten haben. Scheinbar haben sie auch selbst das Problem erkannt: "Wir haben lange versucht, eine Logik reinzubekommen." Und so sieht der Film dann eben auch aus: Eine Aneinanderreihung von handwerklich guten Szenen, die durchaus ihre starken Momente haben (mir haben die Phantasie-Exkurse gefallen, z.B. das Reh im Kornfeld). Aber diese Szenen ergeben leider wenig in der Summe. Das man dann noch versucht, Arthaus-Publikum zu ködern, indem man sich besonders abgründig a lá Haneke oder L. v. Trier gibt (aber eben ohne deren Erzählkraft) und das ganze dann düster-musikalisch unterlegt ist ein nerviger Manierismus und des Kaisers neue Kleider. Als ich aus dem Kino kam, dachte ich: "In die Sonne schauen" – Eigentlich der perfekte Titel für einen Film, der durch seine Form blendet, während der Inhalt nur schwach glimmt.