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Habe den Film eben gesehen. Gleich vorneweg: Ich sehe weder gerne Gewaltdarstellungen im Kino noch Filme, die deutlich über zwei Stunden dauern. Aber hier war es jede Minute wert. Und der Film zeigt im Übrigen zwar viel strukturelle Gewalt, aber kaum tatsächliche. Die Bilder sind wunderbar, die Blickwinkel der Protagonistinnen auch, die Reflexionen aus dem Off passen und sind nicht flach (was ja durchaus nicht immer der Fall ist), die Verquickungen der drei Geschichten sind durchdacht und voll stimmiger Details - das ist ein wunderbarer Film. Ich überlege, ihn mir ein zweites Mal anzuschauen.
Nochmal zum Thema "Gewaltniveau": Gerade im Teil der ältesten Geschichte sind wir in etwa zur Zeit von Hanekes "Weißem Band", das sich ja auch nicht durch große Fröhlichkeit auszeichnet; auch geographisch sind sie sich nah. Das Level impliziter und expliziter Gewalt ist vergleichbar. Beides sind großartige Filme, wobei ich "Das weiße Band" als düsterer empfand. "In die Sonne schauen" ist daneben eher eine Meditation - aber was für eine!

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