Aktuelles
21.04.2026
Vom NS-Killer Bruno bis zum rücksichtslosen Fabrikanten in »Kir Royal«: Mario Adorf prägte das deutsche Kino wie kaum ein anderer – mit 221 Rollen, großer Präsenz und unwiderstehlichen Bösewichten.
13.04.2026
Valerie Pachner, geboren 1987 in Wels, ist eine österreichische Schauspielerin. Sie spielte in Terrence Malicks »Ein verborgenes Leben« die Fani Jägerstätter. 2017 gewann sie den Österreichischen Schauspielpreis und die Romy für »Egon Schiele: Tod und Mädchen«. Für »Der Boden unter den Füßen« erhielt sie den Deutschen Schauspielpreis 2019. Adrian Goigingers »Vier Minus Drei« startet am 16.4.
05.04.2026
Ab 9. April erstmals auf der großen Leinwand: Barbara Lodens einziger Spielfilm ist ein Juwel des 70er-Jahre-Kinos.







Dass eine Graphic Novel die
Dass eine Graphic Novel die Vorlage für diese Film sein soll, merkt man ihm nicht an. Zu geistreich und zu amüsant kommt der Plot daher und der Gipfel ist das wunderbare Ende, das den Genießer geistreicher Pointen mit der Zunge schnalzen lässt und dazu noch ein hoch erfreutes, zufriedenes Schmunzeln hervorruft.
Regisseurin Anne Fontaine lässt das Ensemble subtil agieren. Allen voran die Titelfigur Gemma Arterton. (Vorname Zufall?). Aber auch der verliebte Bäcker Martin (Fabrice Luchini), ein Künstler seines Fachs, trägt viel zum Gelingen des Films bei.
Die Grundidee ist die Frage: kann Literatur ein Abbild bzw. Vorbild der Realität sein?
Martin kennt den Roman von Flaubert und das Ende von Madame Bovary. Er tut alles, um das zu verhindern. Es wird schwer, wenn man bedenkt, dass die Schöne außer dem Bäcker, der sie als Nachbar anhimmelt noch drei weitere Liebhaber hat: ihren Ehemann Charlie (Jason Flemyng) und den adeligen Hervé (Niels Schneider), den Martin durch einen Fake Brief außer Gefecht setzt und ihren Ex Patrick (Mel Raido).
Das Geniale ist aber Gemmas Ende, an dem alle drei irgendwie beteiligt sind, ohne dass ihnen ein schuldhaftes Verhalten zur Last gelegt werden kann. Das ist großartig eingefädelt. Martin, Charlie und Patrick stehen an Gemmas Grab: schuldlos schuldig. Flaubert Kenner haben sich schon über die Schreibweise des Namens von Madame gewundert: e statt a ? Und dann erklärt das Martins Sohn, wenn er die neuen Nachbarn einführt. Die heißen Karinina! Hier grinsen Tolstoi Kenner erneut. Hieß die Anna K., die sich aus Liebeskummer vor den Zug geworfen hatte nicht Karenina? Auch Martin ist verblüfft, dass die Neuen so akzentfrei Französisch sprechen…
Nicht nur nett, sondern auch genial und Gemma macht wieder ganz schön Drama, wie damals um Tamara.