Aktuelles
06.08.2026
Jutta Brückner hat als Autorin und Regisseurin den feministischen Zweig des Neuen Deutschen Films maßgeblich geprägt. Jetzt kommt eine neue Arbeit von ihr ins Kino. Claudia Lenssen blickt zurück.
31.07.2026
Welcher ist besser? »Terminator« oder »T2«? Ab 4. August im Direktvergleich auf der großen Leinwand.
20.07.2026
Auf anspruchsvolle Rollen als Schauspielerin ist Jessica Chastain schon ihre ganze, mit Regisseuren wie Terrence Malick und Ralph Fiennes begonnene Karriere über spezialisiert. Seit geraumer Zeit treibt sie nun solche Projekte auch als Produzentin voran. Ihr neuester Streich in der Doppelfunktion vor und hinter der Kamera ist nun das politisch aufgeladene Beziehungsdrama »Dreams – Gefährliches Verlangen« von Michel Franco.
16.07.2026
Lange waren seine Filme wegen strittiger Rechte unsichtbar. Nun wurden sie restauriert: ein Werk von faszinierender, abgründiger Intimität. Gerhard Midding über einen großen Solitär im französischen Kino.






Tage am Strand
Der Film kann bestenfalls positiv bewertet werden, wenn man ihm attestiert, dass er die Frage aufwirft, wie alleinstehende, gut aussehende Mütter mit ihren adoleszenten Jungen umgehen und in die Erwachsenenwelt einführen. Dass Inzest, und darum handelt es sich eigentlich im Film, nie ein Erziehungsmodus sein kann, weil ein solcher jungen Menschen die Zukunft zerstört, zeigt der Film auch. Ebenso weist er darauf hin, dass Inzest sehr oft in sozial abgeschotteten Verhältnissen geschieht: Wie einst die Mütter als Kinder, kannten auch die Jungen neben ihren Müttern nur sich selber; ein weiteres soziales Umfeld fehlte. So viel zum evtl. einzigen positiven Punkt des Filmes.
Nun zum Negativen: Der Meeres-Hintergrund zur Problematik wirkt kitschig, auch wenn er vielleicht das Credo, Liebe sei ungestüm und rolle einfach über einem hinweg, versinnbildlichen soll. Die Dialoge sind hohl und machen den Film maximal mit den Filmen Eric Rohmers vergleichbar, aber sicher nicht mit der griechischen Mythologie.