Tristán López

Als Schauspieler/in:

Nachdem eine 17-Jährige zugedröhnt von einem Hochhausdach stützt, nähern sich ihre Mutter und jüngere Schwester und ihr Freund in der Trauer an. Sandra Wollners leise-wuchtige Trauerstudie ist durchzogen von Spiegelungen und Doppeldeutigkeiten: ein formales wie inhaltliches Abarbeiten an Erinnerungen, in dem die Grenzen zwischen Damals und heute, zwischen Realität und Videospiel verschwimmen.
In der brandenburgischen Provinz des Jahres 1997 gerät eine Nachwuchsjournalistin nach dem Tod der Oma an ehemalige KZ-Aufseherin. Sylke Enders erzählt davon, wie wichtig Kommunikation für die Aufarbeitung von Traumata ist. Nur geht die Spiegelung zwischen Generationen und Systemen wegen wenig authentischer Dialoge und fehlender künstlerischer Ideen leider nicht auf.