Apple TV: »Brothers«

»Brothers« (Serie, 2026). © Apple TV

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Matthew McConaughey und Woody Harrelson spielen Versionen ihrer selbst in dieser Serie um ein Familiengeheimnis

Zwölf Jahre sind vergangen, seit Matthew McConaughey und Woody Harrelson als »True Detectives« Seriengeschichte geschrieben haben: Damals spielten sie auf legendäre Weise zwei Cops mit ganz unterschiedlichen Temperamenten, der eine ein texanischer Zyniker, der sich die manipulativen Worte mit hypnotischer Schläfrigkeit auf der Zunge zergehen lässt, und der andere ein impulsiver Macho aus Louisiana. Befreundet sind die beiden Schauspieler bereits seit ihrem ersten gemeinsamen Film »EDtv«, Ende der Neunzigerjahre. Im Jahr 2023 befeuerte Harrelson in einem Interview die pikante Vermutung, dass die beiden nicht nur Freunde, sondern auch Halbbrüder sein könnten, da sein Vater möglicherweise eine Affäre mit McConaugheys Mutter gehabt habe. Anders als Harrelson ist McConaughey nicht bereit, der Sache mit einem DNA-Test auf den Grund zu gehen, möglicherweise auch weil er lieber keinen verurteilten Mörder zum Vater hätte.

Nun gibt es eine Apple-Serie, die diesen Faden weiterspinnt, nicht »based on a true story«, sondern »based on a true rumor«, wie es im Vorspann heißt. So spielen McConaughey und Harrelson in »Brothers« fiktionalisierte Versionen ihrer selbst. Freundschaft und Karriere sind das Gerüst für ein Metaspiel mit Realität und Fiktion, das sich stark auf die Persönlichkeiten der beiden Schauspieler und die natürliche Chemie zwischen den Freunden verlässt. Es ist ein bisschen so, als würde man bei den McConaugheys vorbeischauen, wenn die Harrelsons spontan im Campervan bei ihnen vorbeischauen, während Matthew eigentlich gar keine Ablenkung gebrauchen kann, weil er bis zum nächsten Morgen eine Trauerrede auf seinen Vater verfassen muss und außerdem mit seiner Kandidatur als Gouverneur beschäftigt ist. Man merkt, dass die beiden Schauspieler ziemlichen Spaß dabei haben, einfach sie selbst zu sein, mit fiktivem Personal um sie herum. Der Reiz liegt in der Chemie zwischen den beiden, allzu viel Substanz sollte man dabei nicht erwarten, auch die Gags könnten besser zünden, und trotzdem ist das Ganze auf beiläufige Weise durchaus amüsant.

OV-Trailer

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