Newsletter 14.03.2024

Weibliche Perspektiven

Im vergangenen Sommer ging das »Duell« von »Barbie« und »Oppenheimer« zuschauertechnisch klar an »Barbie«. Bei den Oscars war es genau umgekehrt. Hier triumphierte »Oppenheimer« in sieben Kategorien, während »Barbie« »nur« die Auszeichnung für den besten Filmsong bekam. Allgemein zeigten die Oscars ein eher männlich dominiertes Feld. Allgemein aber gab es zuletzt durchaus auch einen Trend hin zu mehr Filmen für weibliches Publikum, wie Maxi Braun im Januar in ihrem Text »Female Gaze: Girlhood« analysierte. Einer der Filme, die sich auf authentische Weise Themen junger Frauen annehmen, ist der nun startende »Rückkehr nach Korsika«. Catherine Corsini erzählt hier von komplexen Familienkonstellationen, sexuellem Erwachen und Rassismus.

Corsini gehörte schon früh zu den bis dato wenigen Regisseurinnen, die den weiblichen Blick stärker im Kino etablierten. Im Interview mit Thomas Abeltshauser spricht sie über ihren aktuellen Film, in dem sie auch ihre eigene Vergangenheit verarbeitet.

»Rückkehr nach Korsika« sollte zunächst im Januar starten und wurde in diesem Monat zum Film des Monats der Jury der evangelischen Filmarbeit gewählt.

Regisseurin Catherine Corsini spricht im Interview über traumatische Familiengeschichten, ihre korsischen Wurzeln und den langen Weg zu der teils autobiografischen Geschichte, die 
Filme der Woche: 

Rückkehr nach Korsika

Khedidja und ihre beiden Töchter erleben auf Korsika »Othering«: Ihre Schwarzen Körper sind zwischen den weißen Korsen und Korsinnen »Fremd-Körper«. Der subtile Film erzählt von komplexen Familienbeziehungen und sexuellem Erwachen.

Die Herrlichkeit des Lebens

In einem weitgehend konventionellen Rahmen erzählt der Film die Geschichte von Franz Kafkas letzter Liebe. Die Darsteller Sabin Tambrea und Henriette Confurius schaffen kostbare und unvergessliche Momente.

Almodóvar Shorts: Strange Way of Life/The Human Voice

Mehr als nur Fingerübungen: Pedro Almodóvars zwei Halbstünder sind melodramatische Miniaturen über die Sehnsucht und ein Spiel mit Gender- und Genreklischees.

Squaring the Circle: The Story of Hipgnosis

Ein Dokumentarfilm, der wie kaum ein anderer von seinem Gegenstand lebt und diesem inhaltlich, emotional und ästhetisch sehr nahe kommt.