Aktuelles
10.08.2026
Bella Ramsey und Neil Patrick Harris sprechen über Dreharbeiten wie im Ferienlager, die Vorbereitung auf ihre Rollen und warum Musik, Vertrauen und echte Emotionen den Film so besonders machen.
06.08.2026
Jutta Brückner hat als Autorin und Regisseurin den feministischen Zweig des Neuen Deutschen Films maßgeblich geprägt. Jetzt kommt eine neue Arbeit von ihr ins Kino. Claudia Lenssen blickt zurück.
31.07.2026
Welcher ist besser? »Terminator« oder »T2«? Ab 4. August im Direktvergleich auf der großen Leinwand.
20.07.2026
Auf anspruchsvolle Rollen als Schauspielerin ist Jessica Chastain schon ihre ganze, mit Regisseuren wie Terrence Malick und Ralph Fiennes begonnene Karriere über spezialisiert. Seit geraumer Zeit treibt sie nun solche Projekte auch als Produzentin voran. Ihr neuester Streich in der Doppelfunktion vor und hinter der Kamera ist nun das politisch aufgeladene Beziehungsdrama »Dreams – Gefährliches Verlangen« von Michel Franco.




Meine Gedanken zum Film "Im Hause meiner Eltern"
Der Film erinnert mich an Filme von Rainer Werner Fassbinder. Ich hätte ihn nicht auf 2025 datiert. Diese Ausweglosigkeit von einander isolierter Menschen, die nebeneinander leben, ohne je wirkliche Nähe zueinander finden zu können, erinnert mich an Filme der 70er Jahre des 20.Jahrh. Die gleiche Hoffnungslosigkeit in den egozentrisch wütenden Monologen des Vaters zum schizophrenen Sohn z.B. oder auch beim gemeinsamen Begräbnisessen die kurze Zornrede der Holle, ein Monolog ohne wirkliches Gegenüber, ohne an ein Du gerichtete Resonanz. Ich entdecke mich ein wenig wieder in dieser emotional gestörten familiären Kommunikation. Jeder für sich und alle miteinander bleiben gefangen in einer kranken, unerfüllten Familienkonstellation, die keine Heilung der Bedürfnisse einzelner Protagonisten oder der Familie als System selbst je möglich zu machen scheint. Dabei weiß man heute so viel mehr über authentische Kommunikation, über empathisches Verhalten. Das hat der Film nicht aufgegriffen, nicht aufgreifen wollen? Jede Sequenz des Films endet ohne Hoffnung auf Versöhnung oder ein Heil-werden-können miteinander als Familie. Es bleiben Dauerempörung, Resignation oder die Suche nach Selbstheilung, inmitten tiefster erfahrener emotionaler Vereinzelung.