Ben Fordesman
Kammeramann/frau von:
Dylan Southerns filmische Umsetzung von Max Porters experimentellem Roman über die Trauer vermag nur streckenweise zu überzeugen.
Für das Regiedebüt seines Sohnes Ronan kehrt Daniel Day-Lewis entgegen allen Erwartungen vor die Kamera zurück. Als traumatisierter Ex-Soldat, der vor Jahren mit seiner Familie gebrochen und sich aus der Zivilisation zurückgezogen hat, läuft der Oscargewinner zu verlässlich großer Form auf. Dies kann allerdings nicht gänzlich darüber hinwegtäuschen, dass dem jungen Regisseur die Umsetzung der Geschichte auf visueller Ebene überzeugender gelingt als auf der dramaturgischen.
Queere Liebesgeschichte gestaltet in einem wilden Mix aus Romanze, Exploitation, Body-Horror, Neo-Noir und Thriller, die mit expliziten und stilisierten Bildern einen rauschhaften Sog entwickelt.








