E-Mail an...Tina Romero
Tina Romero. © Liz Liguori
Tina Romero, US-amerikanische Regisseurin, Drehbuchautorin und DJ. Die Tochter des Zombiepioniers George A. Romero lebt in Brooklyn und legt als DJ TRx auf. Nach Kurzfilmen und Musikvideos ist »Queens of the Dead« ihr Spielfilmdebüt
Der erste Film, den Sie im Kino gesehen haben?
Ich hatte das Glück, in einem Zuhause aufzuwachsen, in dem ständig Filme liefen – und in dem kaum etwas zensiert wurde! Ich habe schon sehr jung ziemlich verrückte Sachen gesehen. Die Angst, die »Der weiße Hai« und »Unheimliche Begegnung der dritten Art« in mir ausgelöst haben, wird mich für immer begleiten. Aber der Film, der besonders heraussticht, ist »Willow«. Das war meine erste VHS-Kassette – der Weihnachtsmann brachte sie mir 1989 –, und ich habe sie abends auf dem kleinen Fernseher in meinem Zimmer immer wieder angeschaut. Die Fantasiewelt zog mich in ihren Bann, zugleich hatte ich furchtbare Angst vor der bösen Königin und den Warzenschweinen, die ihre Befehle ausführten. Durch diesen Film habe ich das Gefühl kennengelernt, sich danach zu sehnen, Angst zu haben …
Welchen Film schauen Sie immer wieder?
»Hook«! Der wird nie langweilig. »Peter Pan« ist vielleicht meine Lieblingsgeschichte, und diese Neuinterpretation ist einfach vollkommen. Robin Williams, Rufio, die Musik von John Williams. Ich liebe diesen Film so sehr.
Welche Serie verfolgen Sie gerade?
Ich habe gerade mit der neuen Staffel von »American Horror Story« angefangen. Im Sommer hatte ich das Vergnügen, beim Houston Horror Film Fest Zeit mit Fedor Steer zu verbringen. Er ist einer der coolsten und talentiertesten Charakterdarsteller überhaupt. Er spielt Mr. Nas in der 13. Staffel von »AHS« und enttäuscht nicht. Außerdem beweist er damit, dass niemand so lange im Maskenstuhl durchhält wie er!
Welcher Film hat Sie zuletzt beeindruckt?
Ich habe eine kleine Tradition: Jedes Jahr schaue ich zu meinem Geburtstag einen Haifilm. Dieses Jahr habe ich »Beast of War« gewählt. Kiah Roache-Turner hat bewiesen, dass er praktische Spezialeffekte meisterhaft beherrscht, und ich finde es großartig, dass er hier statt CGI eine riesige Haipuppe eingesetzt hat. Ich bin wirklich beeindruckt davon, wie realistisch das wirkt – dank einer klugen Gestaltung der Einstellungen und wunderschön ausgeleuchtetem »Meeresnebel«. Wir bekommen gerade genug vom Hai zu sehen, damit er Angst macht und seine Wirkung entfaltet. Der Schwerpunkt auf den blutigen Details nach den Haiattacken liefert uns alles, was wir von einem solchen Beißerfilm wollen und brauchen.
Ihr/e Lieblingsschauspieler/schauspielerin?
Katy O'Brian! Sie kann alles. Als Schauspielerin trifft sie so kluge, interessante Entscheidungen und bleibt dabei irgendwie immer natürlich und glaubwürdig, selbst wenn sie Komödie spielt. Ich hatte das große Glück, mit ihr arbeiten zu dürfen, und kann jetzt auch sagen, dass sie einer der tollsten Menschen ist, denen ich je begegnet bin.
Wer oder was ist unterschätzt?
»The Worst Witch«, ein herrlicher Film von 1986 über eine Hexenakademie, lange bevor es Harry Potter gab – mit Tim Curry und Fairuza Balk!
Ein Lieblingsfilm, der ein bisschen peinlich ist?
Mein kleines schmutziges Geheimnis ist eine Fernsehserie: Ich bin ein eingefleischter »Gilmore Girls«-Fan. Das ist sozusagen mein »Golden Girls« … das Schlaflied, das ich anmache, um zu entspannen und mich wohlzufühlen. Ich liebe Amy Sherman-Palladinos rasanten, schlagfertigen Schreibstil, und die verschrobenen Figuren, die die Welt von Stars Hollow bevölkern, amüsieren mich ohne Ende. Und dann noch Lauren Graham, Alexis Bledel und Kelly Bishop?! Die perfekte Besetzung.
Was sammeln Sie?
Als Kind habe ich Schweinefiguren gesammelt. Oder »pigurines«, wie ich sie nannte. Ich hatte schon immer eine Schwäche für Schweinchen – sie sind so klug und lustig und süß. Sie werden mich niemals dabei erwischen, eines zu essen. Und tatsächlich habe ich ein Schweinetattoo, das ich mir stechen ließ, BEVOR ich erfuhr, dass ich im Jahr des Schweins geboren wurde!
Ihr Lebensmotto? Oder Lieblingszitat?
»Die wahre Kunst liegt im Tun«, von Jean Renoir. Man verliert sich leicht in Aufgabenlisten, organisatorischen Fragen und finanziellen Sorgen, gerade beim Filmemachen. Deshalb muss man sich immer wieder daran erinnern, dass man manchmal einfach den Sprung wagen, sich ins Handeln stürzen und etwas schaffen muss.
Der beste Platz im Kino?
Überall außer in der ersten Reihe, mit Popcorn.










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