"Was tut sich?" mit Maren Kroymann

© Port au Prince Pictures

2026
Original-Titel: 
Was haben wir gelacht
Filmstart in Deutschland: 
16.07.2026
L: 
96 Min
FSK: 
Ohne Angabe

Eva Müllers und Isabel Schneiders Dokumentarfilm erzählt die Geschichte des Unterhaltungsfernsehens der 90er aus Frauenperspektive. Komikerin und Schauspielerin Maren Kroymann blickt im Film zurück und spricht im Anschluss mit Urs Spörrie

Sie sitzen in einem dunklen Studio, sehen TV-Ausschnitte aus den 1990er Jahren und erinnern sich an eine Zeit, als Humor im Fernsehen endlich weiblich wurde. Hella von Sinnen, Esther Schweins, Gaby Köster und Maren Kroymann gehörten zu den Pionierinnen, Bettina Böttinger lud sie alle in ihre Talkshow ein. Der Film bringt die Statements dieser Frauen durch die geschickte Montage und angeregt durch eine Fragestimme aus dem Off raffiniert miteinander ins Gespräch. Die eingespielten Ausschnitte, die sie mal ausführlich, mal kurz und knackig kommentieren, dienen als Folie für eine bissige Befragung der chauvinistischen westdeutschen TV-Geschichte, von Kulenkampff bis Harald Schmidt. Besonders Maren Kroymann thematisiert dabei pointiert strukturelle Hintergründe wie den Einsatz von Humor als gesellschaftlichen Machtfaktor, etwa wenn Widerstand gegen sexistische Witze von Männern als humorlose Spielverderberei abgetan wird. Kroymann war 1993 mit »Nachtschwester Kroymann« (ARD) die erste Frau mit einem – noch dazu feministischen – eigenen Comedyformat im deutschen Fernsehen und trat danach als Schauspielerin in Fernsehserien und Kinofilmen auf.

Als eine der Ersten in der Branche outete sie sich 1993 als lesbisch und setzt sich bis heute für die LGBTQI+-Community ein. Mit der Sketch-Satire-Sendung »Kroymann« kehrte sie 2017 in die ARD zurück und erhielt dafür zahlreiche Auszeichnungen wie den Grimme-Preis (2018, 2019, 2025) und den Deutschen Fernsehpreis 2019 und 2020.

Film und Werkstatt-Gespräch am 13.10. ab 20.15 Uhr

DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt 
Karte

Vorverkauf an der Museumskasse
Di – So 10 Uhr bis 18 Uhr
Tel.: +49 69 961 220 – 220
kinokasse@dff.film

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