Wieder im Kino: »Pianke« (1983)

»Pianke« (1983). © OneGate Media

© OneGate Media

Die Verfilmung des Buchs von Peter Abraham ist eine Perle des DEFA-Kinderfilms. Ab 5.11. in ausgewählten Kinos

Dem kleinen Andreas ist sein Name abhandengekommen; das kann passieren im Krieg. Seit die Gestapo seinen Vater sucht, der als Passfälscher für den Widerstand arbeitet, leben die zwei unter falscher Identität in einer Schrebergartenkolonie.

Sein neuer Name gefällt ihm gar nicht (Diethelm, igitt!), aber Pianke (so nennen die Bauern in der Mark das Schwindelkraut) nimmt der widerspenstige Junge hin. In der Schule und vor dem Blockwart spielt er die Rolle des folgsamen, regimetreuen Kindes, die umso komplizierter wird, als der verständige Vater einem jüdischen Mädchen Unterschlupf gewährt.

Der DEFA-Film um Großherzigkeit, Solidarität und Vertrauen ist wundersam heiter in seinem Ernst. Das Publikum konnte gewiss nachvollziehen, wie es ist, die eigenen Regungen tarnen zu müssen. Streng genommen gehört »Pianke« nicht in diese Rubrik, denn er wurde 1983 fürs Fernsehen produziert: ein unerwarteter Komet, dessen einnehmende Botschaft und robust empfindsamen Charaktere durchaus kinotauglich sind.

Meinung zum Thema

Ihre Meinung ist gefragt, Schreiben Sie uns

Mit dieser Frage versuchen wir sicherzustellen, dass kein Computer dieses Formular abschickt