Schöner Slashen – epd film Newsletter 20.08.2026

Schöner Slashen

Kino, Fernsehen, Popkultur: All diese Dinge können zu Welten werden, in die man flieht oder mit Hilfer derer man sich mit der eigenen Identität auseinandersetzt. In den Filmen von Jane Schoenbrun sind die Referenzen auf solche Welten ein Leitmotiv. In Filmnerd-Kreisen und der queeren Community ist Schoenbrun mit nur zwei Filmen (»We're All Going to the World's Fair«, »I Saw the TV Glow«) zur Kultfigur geworden. »Teenage Sex and Death at Camp Miasma« ist der erste Film, der hierzulande einen breiten Kinostart hat und ein furioses Finale der als Screen-Trilogie angelegten drei Filme. Maxi Braun ist in das faszinierende Universum von Schoenbrun eingetaucht und hat für uns ein Werkporträt geschrieben.

Für queere Themen ist auch Russel T Davies bekannt. Seine neue Serie »Tip Toe« erzählt auf beklemmende Weise davon, wie gesellschaftliche Konflikte eskalieren können. Im Interview mit Patrick Heidmann berichtet Davies, wie wichtig ihm diese Auseinandersetzung ist und wie er selbst auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen blickt.

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Schöner Slashen: Mit »Teenage Sex and Death at Camp Miasma« beendet Jane Schoenbrun deren Screen-Trilogie. Ein Werkporträt.

Interview: Russel T Davies über »Tip Toe«

Russell T Davies spricht über seine neue Serie »Tip Toe«, wachsende Homophobie, Online-Hass und die Schattenseiten queerer Sichtbarkeit – und erklärt, warum gesellschaftlicher Fortschritt niemals selbstverständlich ist.
Filme der Woche: 

Teenage Sex and Death at Camp Miasma

Das Finale von Jane Schoenbruns »Screen-Trilogie« ist in seiner wilden Mischung aus Arthouse, Slasher-Anleihen und popkulturellen Referenzen ein sinnliches Schlachtfest, bei dem zwischen Gillian Anderson und Hannah Einbinder die Funken sprühen, Erotik prickelt und Blut spritzt.

Spaziergang nach Syrakus

Verfilmung der Erzählung »Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus«, die zwar gegen Ende etwas ins Stocken gerät, aber im Großen und Ganzen eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Leben in der DDR, der Sehnsucht nach fernen Ländern und der Frage, was Heimat bedeutet, bietet.

A Sad and Beautiful World

Magisch-realistisch erzählt Cyril Aris von einer Liebe im Libanon über drei Dekaden, die das Schicksal zusammenhält, während im Innern doch immer wieder Fliehkräfte walten – mit zwei Schauspielenden, die in ihrer Gegensätzlichkeit großartig harmonieren.

Marsupilami

Bei der Jagd auf das Marsupilami, ein aus Comics bekanntes Fabelwesen, werden in dieser französischen Familienkomödie alle Register des anspruchslosen Humors gezogen, was dank des frenetischen Tempos und des spielfreudigen Komödiantenensembles »Bande à Fifi« auch einigermaßen unterhaltsam ist.