Furios
Gestern berichtete der „Guardian“, dass die mächtige Robin-Hood-Eiche im Sherwood Forest tot ist. Der Baum mit der ausladende Krone, dessen Lebensalter zwischen 1000 und 1200 Jahren geschätzt wird, trug im Frühjahr keine Blätter mehr. Seine Wurzeln seien erstickt und hätten keine Nahrung mehr gefunden, erklärten Naturschützer. Der Bandit soll oft unter ihm Schutz gefunden haben.
Nun lehrt uns „The Death of Robin Hood“ eindringlich, der Legende nicht zu trauen. Die Produzenten von Michael Sarnoskis Film werden sich wohl nicht unbedingt freuen über die Nachricht, die uns pünktlich zum Start erreicht. Gleichwohl scheint sie den Titel, sozusagen doppelt postum, zu beglaubigen. Mich beschäftigt in dieser Woche noch eine andere Gleichzeitigkeit, über die ich bald schreiben werde. Dazu muss ich aber erst noch ins Kino gehen.
Für den Moment will ich, als Platzhalter, ein ähnliches Verweisspiel betreiben wie vor einigen Wochen zum Start von „The Good Boy“. Sarnoski hat sich nämlich zu den Filmen geäußert, die ihn beeinflusst haben. Die Liste ist faszinierend ( https://variety.com/2026/film/features/death-robin-hood-michael-sarnoski-hugh-jackman-death-stranding-1236782717/). Die ersten drei Referenztitel leuchten augenblicklich ein, Nummer 4 und 5 sind verblüffend. Ebenso wie sein Hauptdarsteller Hugh Jackman hatte er Eastwoods „Unforgiven“ vor Augen. Meine Vermutung und die etlicher Kollegen, bei der Beschwörung archaischer Grausamkeit habe er an Robert Eggers rabiatem „The Northman“ Maß genommen, scheint sich indes nicht zu bestätigen.




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