Ihre Meinung ist gefragt, Schreiben Sie uns

Mich persönlich hat diese Kritik davor bewahrt, Zeit und Geld auf diesen Film zu verwenden.

Es gibt ja manchmal Kritiken, die sprechen eine Sprache, die es leicht macht, einzuschätzen, inwieweit man die Wahrnehmung des Kritikers teilen würde.

Mit den Kommentaren über mir kann ich gelinde gesagt nichts anfangen.

Zum Kommentar von Udo: wenn man Online-Medien verfolgt, hat man selbstverständlich mitbekommen, dass das Thema Aliens in den USA immer wieder die Öffentlichkeit beschäftigt. Von Trumps zu passenden Gelegenheiten versprochenen oder durchgeführten Aktenfreigaben (selbstverständlich ohne irgendwelche Erkenntnisse), bishin zum Area-51-Hype als Meme vor inzwischen beinahe zehn Jahren, bishin zum tief in der Gesellschaft verwurzelten religiösen Fundamentalismus und Aberglaube, der diesem Thema ein größeres Gewicht gibt, da es für einige Menschen ihr Weltbild in Frage stellt.

In Wahrheit sollten die Menschen doch eher besorgt sein um ihre eigene Zukunft, um die nächsten Jahrzehnte, nein, Jahre.

An metaphorischem Gehalt hat die Geschichte der Zusammenfassung nach auch nichts zu bieten.

Außerirdisches Leben mit der Frage nach menschlicher Empathie zu verknüpfen ist nun wahrlich nicht neu.

Auch die Frage nach der Empathie gegenüber den Aliens und der Kommunikation ist doch so alt wie Alien-Filme selbst. Das wird auch durch lateinische Sprüche nicht gehaltvoller.

Wer die USA nicht mit derartig verblendeten Augen betrachtet, dass er mit dem baldigen Himmelreich auf Erden rechnet, wie es hier wie drüben so einige Fundamentalisten tun, sollte heute mehr den je von Eschatologie zur Beschäftigung mit der realen Welt wechseln. Das wäre jedenfalls empathischer.

Was den metaphorischen und psychologischen Gehalt angeht, gibt es ja eine Menge interessante "Alien-Filme", von den schon genannten familienfreundlichen alten Filmen, über Independent-Filme wie District 9, bis hin zu modernen Klassikern wie "They Live": letzterer ist besonders empfehlenswert für evangelikale Christen, die den ungebremsten Kapitalismus als Weg zum Himmelreich auf Erden sehen.
Auch, wenn letzterer die Bildsprache eines Trash-Films spricht, so sehe ich da größeren Gehalt als bei dieser vagen Andeutung. Auch die Interviews des Regisseurs zur Aussage dieses Films sind ziemlich interessant, selbst wenn man dem Film nichts abgewinnen kann.

In eine ähnliche (nicht bierernst dargestellte, aber doch inhaltlich ernst gemeinte) Kerbe schlägt der Film "Bugonia" (den ich aber dennoch eher als zynischen Unterhaltungsfilm empfeheln würde).

Dann gibt es noch haufenweise andere Filme, in denen es um Kommunikation und Empathie bis hin zur Frage "was ist menschlich" beschäftigen, oder Aliens beinhalten, die Menschen mit ethischen Fragen konfrontieren. Die kann ich gar nicht alle auflisten, es sind mindestens 5-10 Hollywood-Blockbuster der letzten 20 Jahre dabei.

Danke an Herrn Mihm für diese Rezension, je nach Film finde ich diese Seite immer wieder hilfreich, um einen anderen Blick auf aktuelle Filme zu bekommen, als sie andere Kritiker liefern.

Sowieso kenne ich wenige gute deutschsprachige Seiten für Filmkritiken.

Zum zweiten Kommentar: es freut mich natürlich für Sie, dass Sie den Film spannend fanden. Vielleicht lohnt es sich ja, ihm bei anderer Gelegenheit eine Chance zu geben. Aber:

"Mitgefühl als Basis einer außerirdischen Spezies; sehr beeindruckend!"

das kann ich mit Verlaub nicht nachvollziehen, was daran beeindruckend sein soll. Den Menschen auf der Welt fehlt es doch bereits an Mitgefühl für andere Menschen. Eine künstliche, kommerzielle Fantasiewelt in einem Film über intergalaktische Kommunikation ist keine kraftvolle Metapher für das Unverständnis und die Konflikte der Menschen auf dieser Welt.

Die Menschen werden sich nicht durch Magie oder Außerirdische ändern.

Abgesehen davon, dass man den zitierten Satz, so wie Sie ihn schreiben, genau so als Prämisse von Star Trek ansehen könnte.

Intergalaktische Zivilisationen sind schöne Gedankenspiele, aber nichts könnte weniger gesellschaftlich relevant sein, wenn das von Ihnen gelobte zwischenmenschliche Mitgefühl bereits im kleinesten Dorf erodiert, von der "globalen Gesellschaft" ganz zu schweigen.

Mit dieser Frage versuchen wir sicherzustellen, dass kein Computer dieses Formular abschickt