Aktuelles
29.12.2025
Marie Bloching, geboren 1996 in Krefeld, ist Schauspielerin. Sie besuchte die Otto Falckenberg Schule für darstellende Kunst in München. Ihr Kinodebüt gab sie 2016 in »Radio Heimat«. 2021 bis 2024 spielte sie eine der Hauptrollen in vier Staffeln der Amazon-Serie »Die Discounter«. Im Film »Schwesterherz« ist sie ab 8. Januar zu sehen.
19.12.2025
Im Gespräch erklärt Regisseurin Hafsia Herzi, warum sie Fatima Daas' Roman verfilmt hat, wie sich innerer Monolog ins Kino übersetzen lässt und wie persönliche Erfahrungen ihre Arbeit mit Darstellerinnen prägen.





Viel zu viel Male Gaze und Sexualisierung
War sehr enttäuscht! Ich mag Arthouse eigentlich, aber hier macht ganz vieles keinen Sinn, ist wahllos zusammengebastelt und es werden tausend Erzählstränge und angefangen und Personen vorgestellt, nichts davon wird zuende erzählt. Vor allem eine der vier Zeitebenen kommt viel zu kurz. Am meisten und gravierendsten hat mich die permanente völlig unnötige Sexualisierung gestört (neben den total gestellten und künstlichen Dialogen der "modernen" Familie). Warum wird fast alle 5 min was Sexuelles gezeigt, gibt's nichts wichtigeres im Leben, und will man damit iwelche Einschaltquoten erreichen, hat das kommerzielle Zwecke? An einer Stelle holt die Frau einfach random das Geschlechtsteil ihres Mannes raus und wärmt sich daran, völlig zusammenhangslos, die beiden sind keineswegs Hauptpersonen und über sie wird nix erzählt, was soll das also? V.a. spielen da viele Kinder mit, d.h. die sehen den Film auch. Und am aller schlimmsten fand ich die Sexualisierung und damit Objektifizierung fast aller weiblicher Figuren, auch Mädchen! (Trotz weiblicher Regisseurin also ein penetranter Male Gaze..). Es werden nackte Beine und Popos in Nahaufnahme gezeigt, das die ganze Zeit, und die sexuellen Fantasien junger Frauen sind überpräsent... Sehr sehr unangenehm beim Anschauen , ich musste mich so fremdschämen im Kino. Ein paar gute Aspekte hatte der Film, z.B. der Dialekt, die Kostüme und die Schauspielleistung des blonden Mädchens sowie weiterer Darsteller, und paar gute tiefe Momente gab's, aber insgesamt total overhyped m.E. Kann man sich getrost sparen!
(Weil manche hier sagen, jede hätte männliche Gewalt erfahren und das sei der generationsübergreifende Zusammenhang: Inwiefern hat Alma, inwiefern hat das Mädchen aus den 40ern, inwiefern hat die Mutter des DDR-Mädchens, inwiefern hat das junge Mädchen oder die Mutter aus der Jetzt-Zeit das erfahren? Ich empfand es eher so, als hätten sich manche der Frauenfiguren in extremer und ekliger, übergriffiger Weise an die Männer Ran gemacht... Sage nur Bauchnabel und sage nur das DDR-Mädchen, das gleich mehrere Männer angemacht hat...) Warum werden Frauen auf so eine Weise porträtiert? Was soll diese Übersexualisierung der Frau? Sind wir keine Menschen, die sich auch für anderes interessieren können als Männer und Sex?!