Aktuelles
22.02.2026
»Gelbe Briefe« von İlker Çatak ist der erste deutsche Film seit 2004, der den Hauptpreis der Berlinale gewinnen konnte, Sandra Hüller erhielt einen Silbernen Bären als beste Hauptdarstellerin.
22.02.2026
Die Bären sind vergeben und das Festival klingt mit dem entspannten Berlinaletag aus. Ein Menge Fragen lässt der 76. Jahrgang dennoch zurück. Zum Beispiel nach einer bedeutsamen Belanglosigkeit.
22.02.2026
İlker Çatak, geboren 1984 in Westberlin, ist Regisseur und Drehbuchautor. Er studierte Film- und Fernsehregie in Berlin und Hamburg. Sein Abschlussfilm »Sadakat« (2015) wurde auf dem Max-Ophüls-Festival ausgezeichnet. Es folgten: »Es war einmal Indianerland«, »Es gilt das gesprochene Wort« und »Räuberhände«. Sein Film »Das Lehrerzimmer« war 2024 als bester fremdsprachiger Film für den Oscar nominiert.
21.02.2026
Politische Debatten, fehlende Stars: Die Berlinale hat es nicht leicht – In diesem Jahr lautete die Devise Weltkino anstelle von Hollywood-Glamour, welche Preise vergeben werden, entscheidet sich bei der Abschlussgala am Samstag.



ALLES GUT
Es ist ja eben nicht "ALLES GUT". Der Titel rührt ja von einem Ausspruch der Mutter von Djaner, die ihre Abschiebung nach Mazedonien fürchtet und dennoch ihren Kindern immer sagt: "Habt keine Angst! Alles gut!" Mit eben dieser ambivalenten Selbstreferenz spielt ja der Titel.
Und ich finde weiter, dass das Leben der beiden Kinder auf sehr berührende Weise eingefangen wurde. Mit einem Spiel aus Nähe und Distanz, das die Authentizität spürbar macht, wie es ein guter Dokumentarfilm tun sollte. Hier braucht es kein Happy End, damit WIR uns in Sicherheit wiegen können; denn es gibt derzeit ja schlichtweg keine allgemein gültigen Antworten bei all den Einzelschiksalen.
Daher macht der Film nur konsequenterweise und ostentativ das, was wir alle tun und sagen: Alles gut!"