Zwei Leben (2012)

© Farbfilm

24. August, 22:00 Uhr, arte

Die Idee, das Thema »Lebensborn« und die Ungereimtheiten zwischen Nazideutschland und dem Nachfolgestaat DDR zu beleuchten, ist so wichtig, dass eine genauere Aufarbeitung unumgänglich ist. Diese opfert die Regie einem fragwürdigen Thriller, der mehr verrätselt, als der Sache letztlich dienlich ist.

Meinung zum Thema

Kommentare

Der Film hat mich von Grund auf erschüttert und traumatisiert. Ich bin 1952 geboren, habe die DDR aufsteigen und fallen sehen. Der Mißbrauch blonder, blau-äugiger Mädchen und deren unverschuldete Verstrickung in das Nazi und dann Stasi-Milieu, ist für mich zeitlich vorübergegangen. Dieser Film hatte mich in eine längst überwunden geglaubte Zeit hineingesogen und zwar so, dass ich mehrere Stunden brauchte, um mich von diesem Trauma, dass in mir entstanden ist, zu erholen. Ein ähnliches Schicksal ist in unserer entfernteren Familie so und so ähnlich abgelaufen. Der Herr, unser Gott, möge allen Selen Frieden schenken.

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