Eréndira Núñez Larios
Produzent/in von:
Eine Zeit lang gelingt es Michel Franco, die Liebesgesichte eines ungleichen Paares als faszinierende Studie über Geld und Sex, Macht und Liebe zu erzählen. Doch letztlich bleibt er in einem viel zu simplen Fatalismus verhaftet, den er zudem noch in längst zum Klischee gewordenen Filmbildern von der Kälte der Reichen und Mächtigen zelebriert.
Als die Familie wegen des Todes der Mutter einen Urlaub in Acapulco abbricht, bleibt ihr Sohn zurück – angeblich wegen seines vergessenen Passes, nutzt er die neue Freiheit zum Abhängen. Oder führt er in Wirklichkeit etwas im Schilde, was mit dem Familienerbe zu tun hat? Der Film lässt bis zum Ende offen, wie sein Protagonist mit dem Verbrechen, das später passiert, in Verbindung steht: für Krimifans frustrierend, gewinnbringend für Zuschauer, die Ambivalenzen aushalten können.
Das Schreckensszenario eines gesellschaftlichen Umsturzes in Mexiko, der in Chaos und Gewalt mündet. Trotz bestechenden Stils und eindrucksvoller Bilder bleiben Michel Francos Beobachtungen aber allzu vage





