01/2021

In diesem Heft

Tipp

Lupin, Arsène Lupin: Die glänzend besetzte französische Neuaufbereitung der Mär vom Meisterdieb setzt einen Anhänger der Romane ins Zentrum des Geschehens. Ab 8. Januar bei Netflix
Mit dem Gedenken an den Holodomor und die mutige Zeugenschaft von Gareth Jones ist Agnieszka Hollands Historiendrama »Red Secrets« (OT: Mr. Jones) auch eine bittere Lektion über Wahrheit und »Fake News«
Aus dem Dokfilm »Collective« erfährt man Erschreckendes über Rumänien, das auch anderswo gelten könnte. Als Stream bis 22. Januar in der MDR-Mediathek
Das Erbe der Komiker: Ein akribisch recherchiertes Buch über frühen Slapstick im deutschen Fernsehen
»BILD.Macht.Deutschland?« führt hinter die Kulissen des Boulevardjournalismus. Seit 18. Dezember bei Amazon Prime
Neuer Starttermin: 29. Juli 2021. Pietro Marcello hat Jack Londons autobiografisch gefärbten Roman ins Neapel des frühen 20. Jahrhunderts versetzt – in einer bildgewaltigen Textur, die Neapel und die Konfrontation gesellschaftlicher Klassen so spürbar werden lässt, wie man es jüngst nur von Elena Ferrante kannte
In der Fortsetzung der Fantasy-Trilogie »His Dark Materials« lernen Heldin Lyra und ihre böse Mutter »unsere« Welt kennen
Werwölfe auf Irisch: Im visuell berauschenden Märchen »Wolfwalkers« taucht ein Mädchen in die grüne Wildnis jenseits der englischen Ordnung ein
Eine Pandemie mit Nerds: Die Amazonserie »Utopia« erfreut sich im Kontext der gegenwärtigen Ereignisse einer fast unheimlich zu nennenden Aktualität
Zwei Hollywoodwerke von Paul Verhoeven auf DVD: »Total Recall« und »Showgirls «
Versteinert: »Pieces of a Woman« fragt, wie man ins Leben zurückfindet, wenn die Zukunft gestorben ist. Ab 7. Januar bei Netflix
Die Mondlandung kann nicht viel aufwendiger gewesen sein als der Bau eines Disney-Themenparks. Ein Bildband und eine Disney-Doku-Serie erzählen von der gewaltigen Arbeit an Dornröschenschlössern, Piratenschiffen und Spaceachterbahnen
In fünf hochatmosphärischen Folgen porträtiert Steve McQueen in »Small Axe« den afrobritischen Alltag von den 60er bis in die 80er Jahre
Unzuverlässige Erzähler: »Spuk in Bly Manor« interpretiert das Thema »Was ist eigentlich ein Geist« neu
Vor fast vierzig Jahren hat Nina Gladitz nachgewiesen, in welchem Ausmaß Leni Riefenstahl persönlich an den Naziverbrechen beteiligt war. Ihr neues Buch und ein darauf basierender Film versuchen noch einmal, die Legenden um die Regisseurin zu zerlegen. Kann man den Triumph des Willens endlich mal zu den Akten legen?
Croissant am Morgen: Der Netflix-Serienhit »Emily in Paris«
Beruhend auf historischen Figuren hat sich die Serie »Vikings« zwischendurch mehr und mehr zur Historysoap nach dem Rezept von »Game of Thrones« entwickelt. Im ersten Teil der finalen Staffel fand die Serie aber zur eigenen Mythologie zurück. Ab dem 30. Dezember folgen nun die finalen zehn Folgen auf Amazon Prime
Athina Rachel Tsangari (»Attenberg«) entstaubt in ihrer ersten Serie, dem Achtteiler »Trigonometry«, das abgekaute Thema der Ménage-à-trois
Die Wunschmaschine: DVD-Premiere von Christian Volckmanns »The Room«
Rückkehr eines Meisters: Zhang Yimous »Shadow« als DVD-Premiere mit Kampfszenen in Grau
Denen zeigen wir's!: Ryan Murphys Musical-Adaption »The Prom« ist schillernder Camp-Spaß
George Clooneys Filmadaption »The Midnight Sky« ist weniger Science-Fiction-Drama als stimmungsvolles Nachdenken über die Rolle des Menschen auf der Welt und seine Verantwortung für die Natur. Ab 23. Dezember bei Netflix
Erfolgsproduzentin Shonda Rhimes bringt in ihrer ersten Zusammenarbeit mit Netflix die neofeministische Romance Novel »Bridgerton« von Julia Quinn in Serienform. Ab 25. Dezember bei Netflix
Das menschliche Innenleben: »Soul« ist das erste echte Pixar-Meisterwerk seit vielen Jahren. Ab 25. Dezember bei Disney+

Thema

»Cabin Fever« ist das wenig schmeichelhafte Porträt einer Spaßgesellschaft, wenn der Spaß vorbei ist
Vanessa Kirbys erste große Rolle war die der Prinzessin Margaret in der Serie »The Crown«. Die Lust an der Provokation, die sich da zeigt, ist typisch für die englische Schauspielerin. Jetzt spielt sie in Kornél Mundruczós »Pieces of a Woman« so radikal auf wie Gena Rowlands bei John Cassavetes
2020 war das Jahr, in dem wir streamten. Es hat sich gelohnt: Von Spike Lees »Da 5 Bloods« bis zu »The Trial of the Chicago 7«, von »Mank« bis »On the Rocks« sind viele würdige Filme für die Plattformen produziert worden oder dort gelandet. Und: Die sind jetzt auch ohne Kinostart oscarfähig. Eine Spekulation
Früher haben sie die Menschen massenhaft ins Kino getrieben: Liebesfilme. Aber so wie »Casablanca« oder »Der englische Patient« werden sie heute nicht mehr gemacht . . .
Klimakrise. Die Filmindustrie sieht da gar nicht gut aus – Hollywood gehört zu den großen CO₂-Schleudern. Aber das Bewusstsein für Green Production scheint in der Branche allmählich zu wachsen. Ein paar Umweltsiegel gibt es schon

Meldung

Die neue Leitung des Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg hatte einen schweren Start – online. Aber das Programm enthielt viele Entdeckungen, ­darunter ein Film, der zu den ­besten von 2020 gehört
Thomas Stuber, 39, Regisseur, gab sein Spielfilmdebüt mit »Herbert« und war mit »In den Gängen« im Wettbewerb der Berlinale; beide Filme wurden vielfach ausgezeichnet. Am 14. Januar erscheint Stubers fulminante Miniserie »Hausen« auf DVD
Ein beeindruckender Film über eine Geiselnahme in Moskau 2002 durch tschetschenische Separatisten gewann den Hauptpreis auf dem Festival des osteuropäischen Films in Cottbus

Film