Kritik zu Midnight Sun

© SquareOne Entertainment

2018
Original-Titel: 
Midnight Sun
Filmstart in Deutschland: 
22.03.2018
Musik: 
L: 
93 Min
FSK: 
keine Beschränkung

Das Leben genießen, so kurz es auch ist: In diesem Young-Adult-Film nach einer japanischen Vorlage leidet eine 17-Jährige an einem raren Gendefekt, der Sonnenlicht für sie zur Lebensgefahr macht

Bewertung: 2
Leserbewertung
0
Noch keine Bewertungen vorhanden

Sie wolle nicht als Krankheitsfall gesehen werden, sagt die 17-jährige Katie Price, sondern – zumindest für einige Tage – als Mensch. Damit begründet sie, warum sie es gegenüber ihrem neuen Freund Charlie immer wieder hinausschiebt, ihm von ihrer Krankheit zu erzählen. Katie leidet an XP (Xeroderma pigmentosum), einem äußerst seltenen Gendefekt, bei dem ein Kontakt mit Sonnenlicht verheerende Folgen hat. Weshalb sie auch nie eine reguläre Schule besucht hat und ihr für das Leben draußen nur die Zeit nach Sonnenuntergang bleibt.

Erst als bei einem abendlichen Date mit nächtlichem Schwimmen Katies Uhr stehenbleibt und sie erst in letzter Minute die schützenden vier Wände ihres Heims erreicht, erfährt Charlie, was los ist. Bis die beiden verletzten Egos wieder zusammenfinden, dauert es noch eine Zeit und dann heißt es auch schon Abschied nehmen. Immerhin verkürzt der Film das zu dem Bild der drei Menschen, die Katie am nächsten gestanden haben, wie sie mit ihrer Urne am Ufer des Wassers stehen. Und zum Abschluss wird dann noch der von ihr komponierte Song (für dessen Studioaufnahme mit Profimusikern Charlie seine Ersparnisse opferte) im Radio gespielt – so bleibt von Katie mehr als nur die Erinnerung.

Es hätte schlimmer kommen können, muss man feststellen, vergleicht man den fertigen Film mit seiner Ankündigung. Er drückt nicht übermäßig auf die Tränendrüse, sondern verkündet einmal mehr die Botschaft, das Leben in vollen Zügen zu genießen, möge es auch noch so kurz sein. Das vermittelt er nicht zuletzt mit Hilfe zahlreicher selbstgeschriebener Songs, die die Protagonistin vorträgt. Das funktioniert, auch wenn Bella Thorne in dieser Rolle ein bisschen fad wirkt; Patrick Schwarzenegger (Sohn von Arnold; die Ähnlichkeit ist unübersehbar) ist okay, Rob Riggs als Vater und Quinn Shephard als Powerfrau und beste Freundin sind überzeugender.

Meinung zum Thema

Ihre Meinung ist gefragt, Schreiben Sie uns