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Vielleicht ist Homers Odyssee nicht verfilmbar. Das ist bei Romanen schon schwer, bei einem Epos bei dem seine Lebenskraft, sein Atem mehr aus dem erzählerischen Duktus als der Handlung kommt ist das nahezu unmöglich; doch auch diese lässt sich nicht auf 2¾ Kinostunden reduzieren. Wenn man es schon so einkürzt warum dann noch Zeit damit vergeuden an den Filmanfang eine Kurzfassung des Trojanischen Krieges zu stellen? Die Hadesszene sah so billig aus wie eine Inzsenierung dee Augsburger Puppenkiste. Dieses Riesenheer in Mittelaltet-Rüstungen, was hat das mit der Odyssee zu tun? In Homers Odysee füllt Odysseus Heimkehr ⅖ der Handlung, in Nolans Film vielleicht eine ¾ Stunde. Da hätt ichs lieber gesehn man hätte diese abenteuerliche Irrfahrt retrospektiv als Traumerlebnis dargestellt um mehr Raum für den zentralen Teil der Odyssee zu haben und wenigstens die Illusion von epischer Breite zu schaffen. Dann hätte man auch nicht so eine verhetzte und verfälschte Freiermordszene inszenieren müssen.

Fazit: Die Hauptrolle war gut besetzt, der Kirketeil war auch beeindruckend, doch offen gesagt das beeindruckende Chagall-Mosaik in der Uni von Nizza, Coxoiannis "Die Troeeinnen" oder "Die Odyssee" als Podcast geben mir viel mehr als Nolans Odyssee-Verfilmung

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