Kritik zu You, Me & Italy

© Universal Pictures

2026
Original-Titel: 
You, Me & Tuscany
Filmstart in Deutschland: 
06.08.2026
L: 
105 Min
FSK: 
Ohne Angabe

Was man so macht in der Toskana: In ihrer Romcom erzählt die Regisseurin Kat Coiro (»Marry Me«) von einem kleinen Schwindel und großen Folgen.

Bewertung: 2
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Den frühen Tod ihrer Mutter hat Anna (Halle Bailey) noch nicht wirklich überwunden, und die vielversprechende Karriere als Köchin stagniert ebenfalls. Eigentlich also ziemlich verständlich, dass sie sich stattdessen lieber als Haussitterin durchschlägt und sich dabei vorübergehend immer in Leben träumt, die mit ihrer Realität nichts zu tun haben. Unverhofft geht sie diesbezüglich bald noch einen Schritt weiter: Als sie den netten Matteo (Lorenzo de Moor) kennenlernt und Fotos von dessen Anwesen in der Toskana sieht, bucht sie spontan einen Flug von New York nach Italien. Doch als sie dort von Matteos Mutter und Großmutter für dessen Verlobte gehalten wird, korrigiert sie den Fehler nicht sofort – und wird in seiner Abwesenheit schnell von der gesamten Familie ins Herz geschlossen. Nicht zuletzt von seinem britischen, ein idyllisches Weingut besitzenden Cousin Michael (Regé-Jean Page). Und dann steht irgendwann der Hausherr selbst auf der Matte.

Emotionale und andere Irrungen und Wirrungen sind vorprogrammiert in »You, Me & Italy«, doch das heißt nun nicht, dass es in dieser von Kat Coiro (»Marry Me«) inszenierten und Ryan Engle geschriebenen Romcom sonderlich überraschend zugehen würde. Im Gegenteil. Gegen die Unmengen von Klischees und Italo-Stereotypen, Vorhersehbarkeiten und Unglaubwürdigkeiten kommen letztlich weder das in seinen Hauptrollen zumindest beträchtlichen Charme an den Tag legende Duo an noch die realen Toskana-Settings, die leider mit künstlich wirkender Glätte eingefangen wurden.

Am Ende hat der harm- und belanglose Film mit den Klassikern des Genres ungefähr so viel zu tun wie eine Packung Miracoli mit einem Teller hausgemachter italienischer Pasta. Was schade ist, weil nicht zuletzt gerade »Arielle, die Meerjungfrau«-Star Bailey mehr verdient hätte. Und weil nicht nur Romcoms insgesamt darben, sondern vor allem Liebeskomödien mit People of Color im Zentrum dieser Tage viel zu selten sind.

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