Aktuelles
28.10.2026
Die hiesige Kritik geißelte die Commedia all'italiana sauertöpfisch als Verrat am Neorealismus. Regisseure wie Dino Risi bewiesen hingegen, dass sie tatsächlich dessen bissige, lebenszugewandte Fortsetzung war. Gerhard Midding empfiehlt eine Hommage an den Meister im Filmhaus Nürnberg (ab 29.10.).
27.10.2026
Mehr als Nunsploitation: Ken Russells antiklerikaler Skandalfilm in restaurierter Fassung ab 29.10. im Kino.
26.10.2026
Tina Romero, US-amerikanische Regisseurin, Drehbuchautorin und DJ. Die Tochter des Zombiepioniers George A. Romero lebt in Brooklyn und legt als DJ TRx auf. Nach Kurzfilmen und Musikvideos ist »Queens of the Dead« ihr Spielfilmdebüt
26.10.2026
Nina Hoss spricht über ihren neuen Film »Die andere Seite«, Einsamkeit und gesellschaftliche Ausgrenzung, ihre Zusammenarbeit mit Cate Blanchett und die Herausforderungen ihres Berufs als Schauspielerin.











Jemand, der ich einmal war
Ich teile die Meinung Ihrer Rezensentin absolut. Als Feministin und Liebhaberin des Werkes von Ingeborg Bachmann bin ich in den Film gegangen und war sehr enttäuscht. Im Grunde war es ein Film über die Darstellungskunst Sandra Hüller und die Experimentierfreudigkeit Regina Schillings, die sich einmal sogar selbst ins Bild brachte. Das Werk Ingeborg Bachmanns wurde buchstäblich ins Off gerückt. Die Archivszenen und literarischen Zitate waren sehr willkürlich ausgewählt. Das wichtige Thema "Hörspiel" fehlte fast völlig, ebenso der Umgang von Ingeborg Bachmann mit dem NS-Trauma (Parteizugehörigkeit des Vaters) und ihrer Heimatstadt Klagenfurt in der Kriegs- und Nachkriegszeit. Wenn Sandra Hüller nicht gerade kollabierte oder sich falsche Wimpern anklebte, sah man sie eigentlich nur rauchen, trinken und tippen, so wie sich das kleine Fritzchen eine Schriftstellerin vorstellt.