E-Mail an... Caroline Kox

Kurz gefragt, schnell geantwortet. Prominente über ­ihre Vorlieben und Filmerfahrungen
Caroline Kox. © Hans Diernberger

© Hans Diernberger

Koxi, bürgerlich Caroline Kox, ist eine deutsch-luxemburgische Filmemacherin, Filmproduzentin und Komponistin. Sie studierte an der Kunsthochschule für Medien Köln und ist Mitgründerin der Filmproduktionsfirma paradies. Mit Antonio de Luca schrieb sie zahlreiche Filmmusiken. »Liebhaberinnen« ist ihr Regiedebüt

Der erste Film, den Sie im Kino gesehen haben?

»Gritta vom Rattenschloss«, ein Märchenfilm. Hat sicher meine Ängste bzgl. Ratten getriggert!

Welchen Film schauen Sie immer wieder?

»Good Will Hunting« von Gus Van Sant, besonders wegen der Schlussszene mit dem wunderbaren Song von Elliott Smith, »Miss Misery«, und immer wieder schaue ich »A Woman Under the Influence« von John Cassavetes – einer meiner absoluten Lieblingsfilme, die mich sehr beeinflusst haben. Ich finde es so faszinierend, dass die Stimmung hier in jeder Sekunde einfach umschlagen kann.

Welche Serie verfolgen Sie?

»Shameless«. Ich mag die Energie der Serie in der Chicagoer South Side mit all ihren tollen Figuren, allen voran Fiona (Emmy Rossum) und Frank Gallagher (William H. Macy). Bin fast am Ende der letzten Staffel angelangt und weiß nicht, wie ich ohne die Familie Gallagher leben soll!!

Welcher Film hat Sie zuletzt beeindruckt?

»Bird« von Andrea Arnold. Eigentlich alle Filme von ihr. Arnold ist meine Ikone. »Everytime« von Sandra Wollner habe ich vor Kurzem im Kino gesehen, hat mich auf vielen Ebenen tief bewegt.

Ein Film, auf den Sie sich freuen …

Der neue Film von Werner Herzog … »Bucking Fastard«.

Ihr/e Lieblingsschauspieler/schauspielerin?

Oh, das ist schwierig, es gibt so viele. Gena Rowlands, Nicole Kidman, Carey Mulligan, Julianne Moore … Und natürlich Johanna Wokalek, Hannah Schiller, Stephanie Stremler, Jasmin Mokhtare – wirklich alle aus »Liebhaberinnen«.

Wer oder was ist unterschätzt?

Langeweile – für manche von uns sogar bedrohlich, aber für mich der Moment, in dem wir selbst herausfinden, wer wir sind und was wir mit unserer Aufmerksamkeit anfangen.

Ein Lieblingsfilm, der ein bisschen peinlich ist?

Unter anderem »Crazy/Beautiful«, eine etwas weichgespülte Romanze, und natürlich »Drei Haselnüsse für Aschenbrödel«, einer der schönsten Märchenfilme.

Ihr Lebensmotto? Lieblingszitat?

»Dabei sein ist alles« und »Never give up« – wird auch in »Liebhaberinnen« immer wieder zitiert.

Der beste Platz im Kino?

Allein in der 2. Reihe, auf Platz 6 oder 7. Oder man kommt in den dunklen Saal, es sind nur noch wenige Plätze frei, und man sitzt plötzlich neben einem bekannten Gesicht, über das man sich freut.

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