Lars Eidinger

Lars Eidinger wurde 1976 geboren. Nach seiner Schauspielausbildung von 1995 bis 1999 an der Hochschule für Schauspielkunst «Ernst Busch» in Berlin war er zunächst Gast am Deutschen Theater Berlin und u. a. in »Die Jungfrau von Orleans« und »Zurüstung für die Unsterblichkeit« (Regie: Jürgen Gosch) zu sehen. Seit 1999 ist er festes Ensemblemitglied an der Berliner Schaubühne. Hier erregte er Aufsehen mit seiner Interpretation des »Hamlet« in der Inszenierung von Thomas Ostermeier. Seine Rolle in Alle Anderen war Lars Eidingers Durchbruch als Filmschauspieler. Er lebt in Berlin.

Quelle: Alamode

Als Schauspieler/in:

»Personal Shopper« ist ein auf interessante Art verwirrendes Stück Gegenwartskino von Olivier Assayas, das mit seiner Auflösung der Grenzen zwischen poetischem Realismus und Genre-Elementen den Finger am Puls der Zeit hat
Mit großartigen Schauspielern, schlagfertigen Dialogen und klugen Gedanken bläst Chris Kraus mit »Die Blumen von gestern« frischen Wind in die Verarbeitung der deutschen Vergangenheit
In ihrem Debütfilm »Sworn Virgin« erzählt die junge italienische Regisseurin Laura Bispuri mit einer kargen poetischen Ästhetik eine ungewöhnliche Aufbruchsgeschichte aus inneren und äußeren patriarchalischen Zwängen zwischen archaischen Balkantraditionen und italienischem Spätkapitalismus
»Das Fest« auf Deutsch – doch trotz seiner Nähe zu dem Dogma-Klassiker gelingt es »Familienfest«, sich von seinem Vorbild zu lösen. In seinen eindringlichsten Momenten spiegelt er das momentane geistige Klima in Deutschland so perfekt wider, dass man ihm einige recht klischeehafte Wendungen gerne verzeiht
Mit ihrem komischen Drama, das von einer grandiosen Hauptdarstellerin lebt, leuchtet Stina Werenfels gleichermaßen Licht- und Schattenseiten der sexuellen Selbstbestimmung geistig Behinderter aus
Was bedeutet das Vergehen der Zeit für eine Schauspielerin? Olivier Assayas Film »Die Wolken von Sils Maria« ist keine neue Variation über Tschechows »Die Möwe«, sondern wirft anhand der Rollenarbeit einer Schauspielerin und ihrer Assistentin (Juliette Binoche und Kristen Stewart: beide hervorragend) die Frage nach der Identität auf, dem Verhältnis der Generationen und den sich wandelnden Gesetzen des Ruhms
Aus dem Zusammentreffen einer Familie am Wochenende wird ein Zusammenbrechen. Hans-Christian Schmid hat sein leises Drama »Was bleibt« mit einem großartigen Ensemble wohlüberlegt in Szene gesetzt
In etwas zu gediegenen Bildern erzählt Christoph Stark in »Tabu – Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden« von der Liebe zwischen dem Dichter Georg Trakl und seiner Schwester Grete. Aber die Leidenschaft, mit der sich Lars Eidinger und Peri Baumeister in dieses Wälsungenblut-Paar versenken, ist mächtiger als Starks allzu fernsehkompatibles Kunstgewerbe
Die streckenweise rasant inszenierte Geschichte einer Frau, die buchstäblich von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt wird
Versuch eines deutschen Endzeitfilms, der attraktiv als physisches Kino mit eindrucksvollen Bildern beginnt, jedoch schnell durch mangelhafte Figurenzeichnung enttäuscht

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Meldung
Lars Eidinger, 38, ist Mitglied im Ensemble der Berliner Schaubühne und seit Maren Ades »Alle Anderen« auch im Kino sehr gefragt. In diesem Monat ist er in »Die Wolken von Sils Maria« zu sehen. Uns beantwortet er in einer kurzen eMail persönliche Fragen rund um das Filmgeschehen