Sabine Horst

Filmkritiken von Sabine Horst

Sabus Geschichte eines verirrten Profikillers beginnt glamourös und blutig. Und entwickelt sich zu einem atmosphärischen Autorenfilm »Mr. Long« um die Frage, wie man die Ökonomie der Rackets überwinden kann
Das letzte Kapitel der Wolverine-Geschichte ist das ruppigste: Schwer angeschlagen prügelt sich Hugh Jackman in »Logan« durch eine Welt, die für Superhelden nichts übrig hat
Dokumentarfilm über die Vorarbeiten zur Hieronymus Bosch-Jubiläumsschau in 's-Hertogenbosch und Madrid. »Schöpfer der Teufel« ist unspektakulär, aber recht informativ, wenn man sich nicht nur für den Maler, sondern auch den modernen Museumsbetrieb interessiert
Wie den beiden Vorgängerfilmen von J. J. Abrams mangelt es auch Justin Lins Beitrag an einer Geschichte, die Star Trek inhaltlich auf die Höhe der Zeit bringen könnte: zu schnell, zu viel, zu actionbetont. Auf den konzentrierten B-Picture-Stil von »Star Trek: Beyond« kann man aber aufbauen. Einfach mal am Skript basteln
Muss der Traum aller Geeks sein. Joss Whedons zweiter »Avengers«-Film entfaltet ein pures Comicuniversum. Visuell entfesselt, voller überraschender Verwandlungen und mythologischer Verschlingungen, mit viel Technobabbel, hübschen WG-Gesprächen und Action sowieso. Most marvel-ous!
Die gute Nachricht ist: der Film ist dramatischer und stilsicherer als der Megaseller, der als Vorlage diente. Die schlechte lautet: Sex ist hier kein Spaß, sondern leider nur das Opfer, das die junge hübsche Studentin Ana auf dem Alter der romantischen Zweierbeziehung bringt
Nach den verhaltenen Dramen »Wolke 9« und »Halt auf freier Strecke« findet Andreas Dresen mit der Adaption des Romans von Clemens Meyer einem neuen Stil. Episodisch, aber nie zerfahren, in drängenden Montagen und rührenden Mikroporträts erzählt der Film von einer Gruppe Jugendlicher, die in Leipzig die Jahre nach der Wende erlebt
Ein Strom von Fotos: die meisten schmerzhaft, andere von großer Schönheit. In ihrem emphatischen Porträt des berühmten Fotografen Sebastião Salgado zeigen Wim Wenders und Juliano Ribeiro Salgado die Menschheit am Rande der Selbstvernichtung. Und einen Schimmer Hoffnung
»Shaun of the Dead« ist eine sympathische Splatterkomödie um einen jungen Mann, der durch eine Zombie-Epidemie genötigt wird, seine Couch und seine Plattensammlung hinter sich zu lassen: als ob man »High Fidelity« und »Dawn of the Dead« gekreuzt hätte
»Avengers«-Regisseur Joss Whedon hat Shakespeares Komödie in scharfen Anzügen und flatternden Kleidchen inszeniert, mit Schauspielern aus seinen Serien und Filmen. Das ergibt keine ganz neue Lesart, prickelt aber schön, ist ein bisschen genderbending und sieht gut aus

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