Filmkritiken

Woche vom 27.04.2017

24.04.2017
Bewertung: 3
Die chaotischen »Guardians of Galaxy« haben sich zusammengerauft und schon mischen sie in der Fortsetzung den Kosmos erneut auf. Dieses Mal tritt Peters Vater Ego (ein großartiger Kurt Russell) auf den Plan, der ein perfides Spiel spielt. Charmantes, selbstironisches Superhelden-Epos aus dem Marvel-Universum
21.04.2017
Bewertung: 4
In ihrem Regiedebüt »Beat Beat Heart« improvisiert Luise Brinkmann mit ihren Schauspielern und landet bei verschiedenen Modellen der Trennungsverarbeitung, die zwar nicht neu, aber glaubhaft geschildert sind
21.04.2017
Bewertung: 5
Vordergründig erzählt Angela Schanelec in »Der traumhafte Weg« von zwei Paaren, die auseinandergehen. Aber das ist nur die Folie für eine so irritierende wie grandiose Folge loser Szenen, die sich zu einem die Essenz des Lebens einfangenden Filmpoem zusammenfügen
21.04.2017
Bewertung: 4
Mirjam Ungers Romanadaption »Maikäfer, flieg!« erzählt vom Kriegsende in Wien im Jahr 1945 und einer Welt, die aus den Fugen ist. Der Film kontrastiert schlüssig die Welt der Erwachsenen mit der der Kinder
21.04.2017
Bewertung: 3
Ein Paar trifft sich ein halbes Jahr nach der Trennung wieder: Olivier Jahan inszeniert in »Die Schlösser aus Sand« das Zusammenkommen mit unsentimentaler Wehmut, einnehmenden Darstellern und einem Hauch Zuversicht
21.04.2017
Bewertung: 4
Flirrend zwischen diskreter Dokumentation und behutsamer Inszenierung erzählt Monja Art in ihrem Spielfilmdebüt »Siebzehn« von den Verwirrungen der Gefühle in einer Teenager-Schulklasse auf dem österreichischen Land
21.04.2017
Bewertung: 3
Toro und Victor sind Freunde. Der Boxer aus Polen und der drogensüchtige Spanier gehen in Köln auf den Strich. Elemente von Film noir und Melodram verbinden sich in »Toro« zu einer Coming-out-Geschichte, die den schwul-­katholischen Schuldkomplex angreift, dabei jedoch zu viele Klischees einsetzt
21.04.2017
Bewertung: 4
Jonathan Littell, berühmt geworden mit seinem Roman »Die Wohlgesinnten«, porträtiert in »Wrong Elements« vier ehemalige ugandische Kindersoldaten. Einfühlsam und geduldig, auch ästhetisch bemerkenswert, beleuchtet er deren persönlichen Umgang mit Leid und Schuld
21.04.2017
Bewertung: 2
Um weiterhin Hartz IV beziehen zu können, lässt ein »Sozialschmarotzer« seinen angeblichen Burn-out in einer Klinik therapieren. »Happy Burnout« ist eine unentschlossen zwischen Komödie und Drama pendelnde »Kuckucksnest«-Variation
21.04.2017
Bewertung: 4
Mit seiner Dokumentation »Gimme Danger« setzt Jim Jarmusch Iggy Pop und den Stooges ein glorioses Denkmal. Sein hemmungslos subjektives Bandporträt entwickelt dabei eine ästhetisch-politische Kraft, die den Alben der Stooges in nichts nachsteht