Rudolf Worschech

Filmkritiken von Rudolf Worschech

Was ist vom schwedischen Regisseur geblieben? Margarethe von Trotta spürt in ihrer Doku »Auf der Suche nach Ingmar Bergman« mit Interviews u.a. mit Liv Ullmann und Ruben Östlund seiner Wirkung nach
303
Eine Reise in einem alten Wohnmobil quer durch Europa wird unter der Regie von Hans Weingartner zur schönsten deutschen Kinoromanze der letzten Jahre: »303«
Essayistisch angelegte Dokumentation über den polnischstämmigen Regisseur und Produzenten Michal Waszynski, viel mehr als ein filmkundlicher Beitrag, eine Studie in Sachen Identität und europäischer Geschichte: »Der Prinz und der Dybbuk«
Stanislaw Mucha ist in seiner Doku die »Straße der Knochen« in Nordostsibirien, die von Gulag-Häftlingen erbaut wurde, entlanggefahren. Heraus kam das mosaikartige Porträt einer Gegend, ihrer Vergangenheit und Gegenwart
Luxemburgischer Thriller mit Frederick Lau – und einer Verfolgungsjagd im Maisfeld, die sich vor jener aus »Der unsichtbare Dritte« nicht zu verstecken braucht: »Gutland«
Düster fotografierte Frauengeschichte aus dem 15. Jahrhundert, ein gelungener Mix aus Heimat- und Horrorfilm, atmosphärisch stimmig in den Alpen angesiedelt: »Hagazussa«
Dokumentarfilm von Thomas Frickel über den Regisseur Martin Kirchberger, der mit satirischen Kurzfilmen begann und 1991 ums Leben kam. Persönlich gehalten, aber auch ein Film über die deutsche Provinz: »Wunder der Wirklichkeit«
Die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs: Willi Herold zieht mit seiner Truppe marodierend durch Norddeutschland. »Der Hauptmann« ist eine Studie in Sachen Sadismus und Menschenverachtung
Im Fernsehen ist Adolf Hitler ein Superstar, mit Enthüllungen und Reenactment. Hermann Pölking wählt in »Wer war Hitler« einen neuen Weg: eine Collage, die sich an der Vita des »Führers« entlanghangelt, mit Äußerungen von Zeitgenossen aus dem Off und Archivmaterial
Wir können auch anders: Tom Lass hat in »Blind & Hässlich« eine hübsch versponnene Liebesgeschichte inszeniert und damit bewiesen, dass deutsche Komödien auch lustig sein können. Wenn sie nicht unter die Betten kriechen

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