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Für welchen von zwei Männern würde sich Kati (Jessica Schwarz) entscheiden, wenn die Zeit fünf Jahre zurückgedreht wird? Aus dem Zeitreise-Szenario von Kerstin Gier kann Pepe Danquart in »Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner« nur laue Romcom-Funken schlagen
Wieder ein deutscher Genrefilm, der es in sich hat. An sehr begrenzten Orten, einem Auto, dem feuchten Raum einer Baustelle oder einer Tankstelle inszeniert Ken Duken Beklemmungen. Wenn aus einem harmlos erscheinenden Anhalter ein Attentäter wird, wird die Fahrt zum Horrortrip: »Berlin Falling«
Geschichten, wie sie Oscar-Wähler lieben: ein kleiner autistischer Junge lernt mithilfe von Disneyfilmen zu sprechen und findet seinen Platz im Leben. Der gefeierte Dokumentarfilm »Life, Animated« von Roger Ross Williams ist so klebrig und manipulativ wie die Animationsmärchen, die seinem Protagonisten halfen
Als die liebenswerte wie sonderliche Bella plötzlich ihren absolut verwilderten Garten in Ordnung bringen muss, gerät ihr Leben komplett durcheinander. »Der wunderbare Garten der Bella Brown« ist eine sinnliche Liebes- und Lebenskomödie mit reichlich hübschen Bildern
»Ganz große Oper« ist ein bieder angelegtes Gefälligkeitsporträt für die Bayerische Staatsoper aus dem eigenen Haus, das jenseits des Fan-Kreises nur schwer ein Publikum finden dürfte
Eindrucksvoller Dokumentarfilm über den Drohneneinsatz als Mittel der Kriegsführung. »National Bird« folgt drei ehemaligen Militärangehörigen, die im Drohnenprogramm tätig waren und sich nach ihrem Ausscheiden daraus entschlossen, mit ihren Erfahrungen an die Öffentlichkeit zu gehen, weil sie die Auffassung vom »sauberen Drohnenkrieg« nicht länger stützen können
Postapokalyptischer Western, metaphysischer Krimi, biblische Odyssee: Bouli Lanners schickt in seinem surrealen kleinen Meisterwerk »Das Ende ist erst der Anfang« zwei Kopfgeldjäger auf die Suche nach einem Handy und nach Erlösung
Der Dokumentarfilm »Noma – My Perfect Storm« über den Koch René Redzepi und sein berühmtes, gleichnamiges Restaurant liefert interessante Informationen über das Konzept des Restaurants, bleibt auf Dauer aber zu oberflächlich und wird letztlich zur Huldigung an einen Starkoch
»Die schönen Tage von Aranjuez« gelten nicht als Handkes bestes Stück. Leider gelingt es auch der Verfilmung nicht, diese Hürde zu überspielen. Im Gegenteil. Auch in natürliche Umgebung versetzt bleibt die Inszenierung statisch, die Schauspieler, voran der völlig blasse, fehlbesetzte Reda Kateb, gehen nicht unter die Haut, und die von Wenders als »natural depth« hochgelobte 3D-Technik stört massiv das schwierige Zusammenspiel statt es zu unterstützen
In dem umsichtig-gediegenen Biopic »Marie Curie« erzählt Regisseurin Marie Noëlle das Leben der zweimaligen Nobelpreisträgerin, ohne sie allzu sehr ins Korsett eines stickigen Kostümfilms zu stecken