Silvia Hallensleben

Filmkritiken von Silvia Hallensleben

Ein Kampagnenfilm der US-amerikanischen Filmemacherin und Journalistin Sue Williams, der in sensationalistischer Manier die Verstrickung der IT-Industrie in Verbrechen gegen Natur und Arbeitskräfte thematisiert: »Death by Design«
Der Schweizer Regisseur Stefan Haupt brilliert mit seinem Team als Meister der Inszenierung, scheitert aber bei »Finsteres Glück« an einer Geschichte, die den Kitsch nicht nur am Rande kratzt
Der Dokumentarfilm »Global Family« von Melanie Andernach und Andreas Köhler gibt dem heiß debattierten Thema Familienzusammenführung ein lebendiges Gesicht, geht in seinen Fragen aber weit über solche Aktualität hinaus
Das Regie- und Kamerateam Renninger und Frölke lädt willige Zuschauer zum Spaziergang in ein Reich, dass jeder Verwertungslogik so beharrlich trotzt wie ihr Film auch. Der oft missbrauchte Begriff filmischer Poesie kommt hier endlich einmal zu Recht
Die im Titel angesprochene Recherche nach der legendären ägyptischen Sängerin Kulthum ist nur Vorwand für die US-iranische Künstlerin und Filmemacherin Shirin Neshat, in einer wenig inspirierten Film-in-Film-Geschichte um sich selbst zu kreisen
Der Besuch des Münchner Filmemachers Peter Baranowsky beim konversativ-katholischen Orden der »Legionäre Christi« hinterlässt trotz einiger intimer Einblicke den unbefriedigenden Eindruck, das eigentliche Spiel liefe irgendwo hinter den Kulissen ab: »Die Temperatur des Willens«
Das medial selbstreflektierte Porträt der saudischen Dichterin und Menschenrechtlerin Hissa Hilal wird nicht nur nebenbei zu einer faszinierenden persönlichen Geschichtsstunde und einem Plädoyer für einen toleranten Islam: »The Poetess«
Der peruanische Regisseur Rodrigo Otero Heraud inszeniert seinen Helden in »Die Augen des Weges« als eine Art indianischer Franziskus, der durch wunderbare Anden-Landschaften wandelt und im Dialog mit Berggeistern an die Erhaltung globaler Harmonie appelliert
Regisseur Karim Aïnouz gelingt es in seiner dokumentarischen Studie der Situation auf dem Flughafen Tempelhof 2016/17 vorzüglich, verschiedene Schicksale und Perspektiven zu einer dichten und vielschichtigen Ansicht zu verweben: »Zentralflughafen THF«
Dokumentation über vier altgediente Paare in den verschiedensten Ecken der Welt, die länger als 50 Jahre zusammen sind

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Die Diagonale in Graz präsentiert die Jahresproduktion österreichischen Filmschaffens. In diesem Jahr gaben Macher und Jury dem Festival eine dezidiert politische Note
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Schön, dass Ruth Beckermanns Waldheim-Film den Dokpreis der Berlinale gewonnen hat, auch wenn ich ihn ein paar anderen Filmen (vor allem Claire Simons wunderbaren »Premières Solitudes«) ebenso gegönnt hätte
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Ein Festival ist für seine Besucher da und nicht für die persönliche Profilierung seines Personals
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Liebe Berlinalist*innen, bitte, bitte, wenn ihr dies lest: Haltet mich nicht (nur) für eine Nostalgikerin und kehrt im nächsten Jahr wieder zum guten alten »Grill« zurück
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Forum: »SPK Komplex« (Regie: Gerd Kroske), ein dem komplexen Thema gegenüber angemessen komplexer Film
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Die Preise für die fairsten Arbeits- und Produktionsbedingungen im Jahr 2017 gingen an die von der Bavaria produzierte ARD-Serie »Rentnercops« und an Sönke Wortmanns Kinospielfilm »Der Vorname« (Constantin)
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Wenn man in Kategorien des Nationalen denkt, dann war die diesjährige Duisburger Filmwoche für Österreich ein Triumph. Drei der fünf Auszeichnungen des dem deutschsprachigen Dokumentarfilm gewidmeten Festivals gingen dorthin
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Das Schaffen von Regisseurinnen aus Osteuropa widersetzt sich einer vorschnellen Einordnung. Das ist das Resumé des Symposiums des Wiesbadener »goEast« Filmfestivals. Neben Vorträgen gab es Filme aus über 80 Jahren Filmgeschichte und eine Hommage an die Regisseurin Márta Mészáros
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Zum Abschluss noch den Dokumentarfilm über die tolle mexikanische Sängerin Chavela Vargas
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Während die Kollegen und Kolleginnen in den Tageszeitungs-Redaktionen kurz vor der Preisverleihung immer hektischer arbeiten, entschleunigt sich mein Zeitrhythmus von Tag zu Tag