Fabian Hinrichs

Fabian Hinrichs, geboren 1974 in Hamburg, studierte Schauspielkunst an der Folkwang Universität der Künste in Bochum. Nach dem Studienabschluss gehörte er von 2000 bis 2005 dem Ensemble der Volksbühne Berlin an. Er wirkte in dieser Zeit an zahlreichen Projekten mit, beispielsweise an den Inszenierungen "Lenz" (Georg Büchner) 2006 am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, "Iphigenie auf Tauris" an den Münchener Kammerspielen (2006), "Hinrichs, Prinz von Dänemark" nach W. Shakespeare (2008) und "Empedokles/Fatzer" (Hölderlin/Brecht) 2009 beide am Schauspiel Köln.

Seit 2008 schreibt und produziert Hinrichs auch eigene Theaterproduktionen. Von 2008 bis 2010 "Ein Koffer voller Schmerzen" an den Sophiensaelen Berlin, 2012 "Die Zeit schlägt Dich tot" für die Berliner Festspiele und das Theatre Le Maillot in Strasbourg, 2013 "Ich.Welt.Wir – Es zischeln 1000 Fragen" für das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg.

Sein Kinofilmdebüt feierte er in dem vielfach preisgekrönten Thriller SCHUSSANGST (2003) von Dito Tsintsadze aus dem Jahr 2003. 2005 folgte als eine seiner bekanntesten Rollen die des Hans Scholl im Oscar-nominierten Spielfilm SOPHIE SCHOLL – DIE LETZTEN TAGE (2004), für die er mit dem New Faces Award ausgezeichnet wurde, und die Rolle des Alexander Halberstadt in der deutsch-belgischen Kinoproduktion DIE BLUTHOCHZEIT (2005). 2008 war er mit NEANDERTAL (2006) von Ingo Haeb und Jan-Christoph Glaser in den deutschen Kinos vertreten. 2008 wurde er für seine Darstellung in dem "Tatort- Borowski und die stille Hand" für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. Beim Filmfestival Max Ophüls Preis 2010 erhielt Hinrichs für den Film SCHWERKRAFT (2009) einen nur ausnahmsweise vergebenen Sonderpreis Schauspiel, es folgte eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis. 2012 wurde Hinrichs für den Deutschen Fernsehpreis und den Deutschen Schauspielpreis nominiert und erhielt den Alfred-Kerr-Preis, 2014 den Ulrich-Wildgruber Preis. Zu seinen jüngsten Kinoproduktionen gehören Maria Speths Kammerspiel TÖCHTER (2014), Maximilian Erlenweins STEREO (2014) und ALLES INKLUSIVE (2014) von Doris Dörrie.

Fabian Hinrichs ist Mitglied der Deutschen und der Europäischen Filmakademie.

Quelle: Wild Bunch

Als Schauspieler/in:

Ein Lehrer will ein musikalisches Wunderkind managen und dadurch seine eigene abgebrochene Rockkarriere neu starten: trotz guter Besetzung fehlt es der Romanverfilmung letztlich an Glaubwürdigkeit und besonders an Charme
Eine Mutter sucht ihre verlorene Tochter im Berliner Straßenmilieu und trifft auf deren prototypische Doppelgängerin, die Kompensation für die eigenen Kindheitstraumata fordert. »Töchter« ist ein Schlagabtausch um Schuldgefühle und Gefühlsterrorismus
In seinem zweiten Spielfilm »Stereo« entfesselt Maximilian Erlenwein zusammen mit Jürgen Vogel und Moritz Bleibtreu ein labyrinthisches Spiel mit Identitäten, einen finster brütenden Psychotrip, in dem mit dem Helden auch der Zuschauer um existentielle Orientierung ringt
Doris Dörrie verfilmt ihren eigenen Roman über Mütter und Töchter als brillante Familiensatire
Der deutsche Leiter einer Fabrik im ländlichen Polen bekommt bei seiner Hochzeit Besuch von alten Bandkumpels. Lars Jessens etwas unausgegorene Komödie zwischen Culture Clash und Lebenslügen besticht aber durch Antiheld Christian Ulmen
»Schwerkraft« ist ein starkes Debüt, das sich blitzschnell aus der Mitte der Gesellschaft an deren Ränder bewegt, ohne dabei ins Taumeln zu geraten. Und dabei trifft Maximilian Erlenwein auch musikalisch den richtigen Ton
Ludwig und Glaser erzählen eine Geschichte aus dem Fußballmilieu, die Komödie, Kammerspiel und Hooliganstudie zugleich ist und wegen des starken Ensembles funktioniert: »66/67«
Julia Jentsch überzeugt erneut – hier in der Rolle der Widerstandskämpferin Sophie Scholl. Marc Rothemunds packendes Kammerspiel um eine »anständige« Deutsche, das größtenteils auf authentischen Verhörprotokollen beruht, lässt aber auch Zweifel zu

Weitere Inhalte zu Fabian Hinrichs

Tipp
am 6.2. um 20:15 Uhr, ARD – Der TV-Zweiteiler über den jungen Journalisten David Burger arbeitet sich an großen Vorbildern ab und verliert sich dabei leider in optischen und inhaltlichen Klischees