"Was tut sich?" mit Lisa Miller

© Arsenal Filmverleih

2018
Original-Titel: 
Landrauschen
Filmstart in Deutschland: 
19.07.2018
Musik: 
L: 
101 Min
FSK: 
Ohne Angabe
am Di., 17.07. in Frankfurt am Main

»Landrauschen« ist die Geschichte einer Heimkehr. Mit Ende 20, zwei Studienabschlüssen, aber ohne Job oder Geld kehrt Toni aus Berlin wieder in ihr Heimatdorf in Bayrisch- Schwaben zurück. Zu ihren Eltern. Sie heuert als Praktikantin für den Regionalteil der Lokalzeitung an und fühlt sich unter Wert verkauft. Sie spürt die Enge des Dorfes, der sie mit der zwei Jahre jüngeren Rosa in nächtlichen Streifzügen zu entfliehen versucht.

»Zwischen dümmlichen Dorfpolizisten, engstirnigen Pfarrern, die Homosexualität bei ihren Mitarbeitern nicht dulden und Flüchtlingen in einer bierseligen Oktoberfestatmosphäre hat Lisa Miller das Genre des Heimatfilms neu gefasst«, schreibt Ulrich Sonnenschein in seiner Kritik. »Sie zieht eine politische Ebene ein und macht aus der Konfrontation von urbaner Wildheit und ländlicher Langeweile einen Film, der nicht in Stereotypen steckenbleibt. Immer wieder wechseln sich slapstickartiger Witz und triefgreifende Dialoge ab. In der improvisierten Inszenierung, mit zahlreichen Laiendarstellern, hat sie einen erstaunlich authentischen Ton getroffen.

Lisa Miller studierte Visuelle Kunst und Fotografie in Madrid und London. Sie inszenierte zahlreiche Theater- und Videoperformances u.a. »Mir san mir« im Espacio en Blanco in Madrid sowie der Galerie Kloster Roggenburg (2014) und »Collateral Murder #2« aufgeführt beim 100 Grad Festival in Berlin (2014). »Landrauschen« ist Lisa Millers Langfilmdebüt. Mit ihm gewann sie in diesem Januar den angesehenen Max Ophüls Preis in Saarbrücken als bester deutschsprachiger Nachwuchsfilm.

Vorstellungsbeginn am 17.07. ab 20:15 Uhr

Kino im Deutschen Filmmuseum
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt am Main
Karte

Vorverkauf an der Museumskasse
Di – So 10 Uhr bis 20 Uhr
Tel.: +49 (0)69 961 220 – 220

Die Reihe »Was tut sich – im deutschen Film« ist eine Kooperation von epd Film mit dem Deutschen Filmmuseum Frankfurt.

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