Geisterfilme: Küss mich, ich bin ein Gespenst

»A Ghost Story« (2017). © Universal Pictures

»A Ghost Story« (2017). © Universal Pictures

Jenseitige Erscheinungen gibt es nicht nur im ­Horrorfilm. Viele Kinogeister sind freundlich, charmant, schon auch mal ­melancholisch – und an Weihnachten sehr hilfreich. Ein spiritueller Trip durch die ­Filmgeschichte

Echter Sportsgeist

»Looking for Eric«, GB 2009, Ken Loach;
»Feld der Träume«, USA 1989, Phil Alden Robinson

Im Sport regieren Magie und Phantasmagorien. Ganz besonders natürlich im Fußball, wo es – wer weiß das nicht? – sowieso nicht mit rechten Dingen zugeht. Denken Sie an das Wort Mannschaftsgeist: Ist das nicht so etwas wie ein imaginärer 12. Mann? Und auf dem Platz laufen die Ballzauberer und Schiris, die mitunter Gespenster sehen. Von einem Phantomtor, das uns die fußballerische Moderne beschert hat, ganz zu schweigen. Und es gibt das Wunder von Bern und die Geister von Spiez und Malente. Der Fußball kommt ohne Geister nicht aus, und in der Feelgood­komödie »Looking for Eric« von Ken Loach ist Eric Cantona der gute Geist von Manchester, der dem Briefträger und ManU-Fan Eric (Steve Evets) erscheint. Denn Eric entgleitet irgendwie das Leben. Cantona, den der echte Fußballer verkörpert, gibt kluge bis altkluge Ratschläge und mischt sich in Erics Leben ein. Er raucht mit ihm auch schon mal einen Joint (den Stoff klaut Eric bei seinem Sohn) und trinkt ein Fläschchen Wein.

»Feld der Träume« von Phil Alden Robinson will da schon höher hinaus. Da geht es um ein ganzes Geisterteam und um die Nation als solche. Schließlich wird ja auch Baseball gespielt, dieses ewig lange Spiel, das außerhalb der USA und Kubas nur wenige Auserwählte verstehen. »Wenn du es baust, kommt er«, sagt eine Stimme zu dem Farmer Ray (Kevin Costner). Und so macht er die Hälfte seines Maisfeldes platt, errichtet ein Baseballfeld, und dann taucht da der legendäre Spieler »Shoeless« Joe Jackson (Ray Liotta) auf. »Ist das der Himmel?«, fragt Shoeless, und Ray antwortet: »Nein, Iowa«, und bald trainiert auf dem Feld der Träume die ganze 1919er-Mannschaft der Chicago White Sox. Und mehr und mehr kristallisiert sich in ­diesem gefühlvollen Americana heraus, dass mit dem »Er« der Prophezeiung nicht nur Shoeless ­gemeint war, sondern Rays Vater.

Rudolf Worschech

Kunst der Verwandlung


»Uncle Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben«, Thailand/GB/F/D/E 2010, Apichatpong Weerasethakul

Vielgestaltig sind die Geister in diesem Film, und man erkennt sie keineswegs immer so leicht wie den glutäugigen und langhaarigen Affengeist, der sich als Uncle Boonmees einst verschollener Sohn zu erkennen gibt. Schüchtern und mit sanfter Stimme taucht er aus dem Dunkel auf und setzt sich an den Tisch, an dem schon seine verstorbene Mutter Platz genommen hat, jung wie zur Zeit ihres Todes. Ein Sterbender ist auch Uncle Boonmee, dem sich die Welt öffnet. Ob zu Erinnerungen, Träumen und Visionen, ob zu Gestalten, die er früher war oder künftig sein wird: eine Prinzessin, die Sex hat mit einem Katzenfisch, ein Wasserbüffel, der sich losreißt und in den Dschungel stampft – muss jeder selbst entscheiden. Wie selbstverständlich, in lang dahinströmenden Einstellungen nutzt der Regisseur die Magie des Films als eine Kunst des Erscheinens und Verschwindens, der Verwandlung und der Gedankenreise. Und am Schluss weiß man nicht mehr so ganz genau, ob man nicht selbst der Geist eines anderen ist.

Karsten Visarius

Weg der Geister


»Mein Nachbar Totoro«, Japan 1988, Hayao Miyazaki

Da ist was Komisches im Haus, melden die Kinder. Toll, meint der Vater: Er wollte immer in einem Geisterhaus wohnen. Der Professor ist mit seinen beiden Töchtern aufs Land gezogen, um in der Nähe seiner Frau zu sein, die sich im Hospital von ­einer Krankheit erholt. Nicht nur das Haus, die ganze Gegend hat etwas Magisches: Im Japan der Fünfziger ist die animistische Tradition des Shinto sehr lebendig. Und bald macht die umtriebige, aber von der Sorge um die Mutter umschattete Familie Kontakt mit einer Gruppe uralter sprachloser Waldgeister, den Totoros.

Schon die Geschichte von Hayao Miya–zakis handgezeichnetem Kinderfilmklassiker ist charmant in ihrer Einfachheit. Aber man muss das gesehen haben: wie die kleine Mei sich auf dem Bauch des großen Totoro mit dem plüschigen Bauch und dem unwiderstehlichen Grinsen räkelt, oder die Szene, in der Totoro stoisch im Regen an einer Haltestelle wartet, um schließlich in einen zwölfbeinigen Katzenbus einzusteigen – eine der schönsten Erfindungen des Kinos, fand Akira Kurosawa. Totoro ist ein freundlicher Geist. Aber er biedert sich nicht an und bewahrt in Miyazakis kunstvoll reduzierter, gelassener Animation ­etwas Rätselhaftes, ein Moment der Fremdheit. In Japan wird er innig geliebt; er hat sich zu einem wahren Merchandise-Monster entwickelt. Im Sommer hat das Studio Ghibli den Bau eines Totoro-Themenparks angekündigt: dreimal so groß wie Disneyland Paris.

Sabine Horst

Nicht ohne Taschentuch!


»Ghost – Nachricht von Sam«, USA 1990, Jerry Zucker

Der gute Geist ist fast zu gut für diese Welt: Patrick Swayze, Ikone kultiger Schmachtfilme, drückt als herzensreiner Traummann Sam auf die Tränendrüse. Ein besonders tragischer Held! Gerade weil Sam doch ein fast perfektes Leben hatte: einen anständigen Job als Banker und dazu eine kunst­handwerklich begabte Freundin, Molly (Demi Moore), mit der er gerade erst ein großes New Yorker Loft bezogen hatte. Berühmt geworden ist die Late-Night-Session, in der sich das Paar an der hauseigenen Töpferscheibe in Glückseligkeit wiegt. Da weiß Sam noch nichts von der Gefahr, die ihm droht: Er ist nämlich Geldwäschegeschäften auf der Spur. Und ­so was geht nie gut aus: Auf dem nächtlichen Heimweg wird Sam wegen seiner Recherchen ermordet. Ohne direkt ins Jenseits überzugehen, steht Sam nun »neben sich« und sieht seinen ­toten Körper in den Armen seiner Freundin liegen. Für Lebende sinnlich nicht wahrnehmbar (mit Ausnahme einer von Whoopi Goldberg verkörperten Wahrsagerin), muss er sich mit seiner Situation als Geist auseinandersetzen: Es gilt, seine anfangs unbeherrschten übersinnlichen Fähigkeiten zu entwickeln. Als neue ­Version seiner selbst – Sam 2.0 – kann er sich ­daranmachen, Molly zu beschützen, die inzwischen auch in Gefahr schwebt. ­Jerry Zucker ­führte bei Ghost erstmals allein Regie; er landete einen rie­sigen Kinohit und machte Demi Moore zum Superstar. Zuckers Hollywoodversion einer Liebe, die den Tod überdauert, ist so süßlich-klebrig und mit extravaganten Effekten inszeniert, dass sie aus heutiger Sicht eher unfreiwillige Komik und nostalgischen Charme entfaltet.

Alicia Ernst

Großes Drama


»The Ghost and Mrs. Muir«, USA 1947, Joseph L. Mankiewicz

Der deutsche Titel »Ein Gespenst auf Freiersfüßen« lässt eine Komödie erwarten. Aber man sollte besser von komödiantischen Momenten sprechen. Die gibt es hier schon, vor allem in den geschliffenen Wortwechseln zwischen einer jungen Witwe und dem Geist des Kapitäns, in dessen Haus an der Küste sie sich Anfang des 20. Jahrhunderts einquartiert hat. Ein Seebär, rechthaberisch und mit barschem Tonfall, der der einigermaßen selbstbewussten Frau und jetzt alleinerziehenden Mutter allerdings ­seine Achtung nicht versagen kann und schließlich beginnt, ihr seine Lebensgeschichte zu diktieren. Aber die beiden existieren nun einmal in verschiedenen Welten: So kommt das Drama in die Geschichte. Und als sich die Frau in einen Kinderbuchautor verliebt, ­bedeutet das nur noch größeres ­Herzeleid, denn der ist auf seine Weise so ­wenig real wie der Kapitän. Weil es aber auch um die ­Imagination geht, die im Schreiben eines ­Buches zum Tragen kommt, besteht vielleicht doch ­eine Chance, dass die Witwe und der Kapitän zu guter Letzt zusammenkommen? Der Geisterfilm als sich langsam aufbauendes ­großes (Melo-)Drama, das ist hier am Ende nicht weniger bewegend als in dem melancholischen Seelenverwandten, Albert Lewins Technicolorfiebertraum »­Pandora and the Flying Dutchman«.

Frank Arnold

Empfindsame Seelen


»Beetlejuice«, USA 1988, Tim Burton

Die Sache mit den Geistern ist natürlich in erster Linie eine Frage der Perspektive, wie schon Alejandro Amenábar in »The Others« deutlich machte. Bei Tim Burton rauschen die Maitlands (Geena Davis und Alec Baldwin) auf dem Heimweg mit dem Auto von der Brücke. Als sie ihr Haus betreten, haben sie keine Spiegelbilder mehr und ahnen, dass sie, ähnlich wie das Ehepaar Kirby in »Topper«, Geister sind.

Eigentlich könnte jetzt alles ganz wunderbar sein, würde nicht bald ­eine neue Familie ihr Haus übergriffig in Besitz nehmen und es nach ihren geschmacklosen Wünschen zum irren Kunsttempel umbauen. Da die Maitlands zu liebenswert und gutmütig sind, um selbst wirklich bösartig he­rumzuspuken, nehmen sie die Dienste des Bio-Exterminators Beetlejuice in Anspruch, den Michael Keaton mit bemooster Haut und weit aufgerissenen Augen in schwarzen Höhlen, mit zu Berge stehendem Haargestrüpp und schwarz-weiß gestreiftem Anzug als zappelig lebenshungrigen Derwisch spielt. Natürlich kann es bei Tim ­Burton nicht darum gehen, die Lebenden vor den Toten zu beschützen. Schon seit seinem frühen Kurzfilm Frankenweenie ist er den düster makabren Seiten des Lebens zugewandt. Sein Herz gehört den empfindsamen Seelen der Toten, deren Interessen er auch in den Animationsfilmen »The Nightmare Before Christmas« und »Corpse Bride« vertrat.

Anke Sterneborg

Wächter über das Kulturerbe


»Das Spukschloss in der Via Veneto«, 1961, Antonio Pietrangeli

Erstaunlich, dass Geister im Kino vorher nie mit der Aufgabe betraut wurden, das Kulturerbe zu schützen. Schließlich liegt es im Eigeninteresse dieser chronisch unbehausten Wesen und dient dem Gemeinwohl. Antonio Pietrangeli macht dies Versäumnis furios wett. Vier Gespenster aus dem Stammbaum der Roviano wachen bei ihm über den allerdings farbenfrohen Abglanz, in dem ihr verarmter Nachfahr Fürst Annibale lebt: der leckermäulige Mönch Bartolomeo, der nun vergebliche Schürzenjäger Reginaldo, die romantische Wasserleiche Flora sowie der aufgeweckte Knirps Poldino. Die heitere Kohabitation hat ein jähes Ende, als Annibales Erbe den Palazzo verscherbeln will, der dem größten Supermarkt Europas weichen soll. Schabernack allein genügt nicht, um den Abriss zu verhindern. Zum Glück lässt sich der eitle Künstler Caparra überreden, seinem Spätwerk nach 350 Jahren ein Fresko hinzuzufügen. Die bislang ziemlich unnütze Flora steht ihm als Venus Modell, und prompt steht der Palast unter Denkmalschutz. Ein bestechlicher Experte schreibt das Werk gar dem großen Caravaggio zu. So treulos kann der Nachruhm sein.  

Gerhard Midding

Wunderbar abgehoben


»A Chinese Ghost Story«, Hongkong 1987, Ching Siu-Tung

Wo man denn hier kostengünstig übernachten könne, fragt Steuereintreiber Ning Tsai-Shun den Gastwirt des Örtchens, in dem er nach strapaziöser Reise endlich gelandet ist, und wird auf den verlassenen Lam-Ro-Tempel verwiesen – während die Umstehenden tuschelnd bedenkliche Gesichter machen. Wenig später versteht man warum: Zum einen nimmt es ein recht eigenwilliger taoistischer Einsiedler in der Ruine mit jedem auf, der ihm zu nahe kommt, zum anderen spukt dort auch ein wunderschöner weiblicher Geist, der im Auftrag eines Baumdämons mit kilometerlanger Zunge ahnungslose Wanderer zu Tode verführt. Zum Glück ist Ning nicht der Hellste; unschuldig und naiv tappt er mitten hinein ins spiritistische ­Geschehen, er verliebt sich und schwört ritterlich die Rettung der verdammten Seele. Ab geht die Post.

Ching Siu-Tungs entfesseltes Fantasymärchen »A Chinese Ghost Story« ist einer der Schlüssel­filme für die westeuropäische Rezeption der New Wave des Hongkong-Kinos der 80er Jahre und ein ikonisch gewordenes Spektakel, dessen unwiderstehlicher Charme in seiner vollkommenen Unbekümmertheit um Bodenhaftung jeglicher Art liegt.

Alexandra Seitz

Der Geist, der stets verneint


»Bezaubernde Jeannie«, USA 1965 bis 1970

Mitte der Sechziger muss im amerikanischen Fernsehen dauernd Halloween gewesen sein: in übersinnlichen Sitcoms wie The Addams Family, The Munsters und Verliebt in eine Hexe. Die unterhaltsamste und cleverste Schöpfung dieser magischen Ära aber war die von dem späteren Bestsellerautor Sidney Sheldon konzipierte Serie I Dream of Jeannie, deren Titelheldin zur Abwechslung mal nicht aus dem westlichen Horrorfundus, sondern aus dem orientalischen Kulturkreis kam:  Jeannie = Genie = englisch für Dschinn. Die vitale Blondine, deren Zauberkraft keine Grenzen kennt, ist »der Geist, der stets verneint«, sie weiß es bloß nicht. Zwar fühlt sie sich dem Kodex ihres Standes verpflichtet und versucht, ihrem »Meister« Tony jeden Wunsch zu erfüllen. Dabei aber zerlegt sie alles, was ihm wert ist: den spießigen Haushalt im typisch amerikanischen consumer design ebenso wie die technisch-wissenschaftliche Ratio des Space Age, repräsentiert durch die NASA, bei der Tony als Astronaut arbeitet. Anfangs in Schwarz-Weiß gedreht, kam Jeannie erst in Farbe, im Look der Hippies, zu sich. Psychedelische Kekse gabʼs auch. Und manche Folgen sind so irre komisch, dass die Serie noch Jahrzehnte später im deutschen TV erstaunliche Quoten erzielte.

Sabine Horst

Extravagant und schnittig


»Das blonde Gespenst«, USA 1937, Norman Z. McLeod

Dass man im Internet heute noch viel zu dieser Komödie findet, liegt am Auto. Der mit Riesenflosse ausgestattete Buick, den das Ehepaar George (Cary Grant) und Marion Kerby (Constance Bennett) hier mit demonstrativem Leichtsinn fährt, war eine Spezialanfertigung, dessen Design schon die ganze Idee des Films ausdrückt: extravagant, verspielt, elegant und schnittig zugleich. Ein Auto, das förmlich dazu einlädt, dass man es auf dem Verdeck sitzend mit den Knien steuert, wie es Cary Grant gleich in der ersten Szene tut. Heute würde eine solche Szene nur mit strenger Warnung vor Nachahmung durchgehen, in Das blonde Gespenst aber dreht sich alles genau darum: Ein in seiner Alltagsroutine gefangener Banker möchte den lebensfrohen Leichtsinn der Kerbys nachahmen, und die gerade bei einem Autounfall (!) Umgekommenen helfen ihm als gute, wenn auch zu Schabernack aufgelegte Geister dabei. So lernt der Banker, wie man sich sinnlos betrinkt, wegen ungebührlichen Benehmens aus einem Hotel fliegt oder eine Schlägerei auf offener Straße beginnt. Zu seiner alten Routine aus Frühstücksei und Bankjob gibt es von da an kein Zurück mehr.

Barbara Schweizerhof

Geist der Weihnacht


»A Christmas Carol«, USA 1939, Edwin L. Marin

Wahrscheinlich ist die Erzählung »A Christmas Carol« (»Eine Weihnachtsgeschichte«) von Charles Dickens, erschienen 1843, einer der am häufigsten verfilmten Texte der Weltliteratur, zumindest im angelsächsischen Sprachraum. Die Geschichte des Geizhalses und Misanthropen Ebenezer Scrooge, der kein Mitleid hat und seine Angestellten schindet, erzählt von einer Läuterung am Weihnachtsabend. Natürlich mit Hilfe von Geistern. 1901 ist die erste Verfilmung erschienen; Michael Caine hat Scrooge gegeben (mit den Muppets, 1992) ebenso wie Dagobert Duck (1983), und zuletzt hat ihn im Kino Jim Carrey verkörpert (2009). Die vielleicht klassische – und bei uns ziemlich unbekannte – Version hat Edwin L. Marin ­gedreht, ein B-Film-Regisseur, der am Ende ­seiner Karriere viele Western mit Randolph Scott drehte. Sein Christmas Carol von 1939 ist ein im viktorianischen Zeitalter belassenes Märchen, mit künstlichem Schnee, der aussieht wie ­Puderzucker – die Anspielungen auf die Armut aus der Vorlage von Dickens hat er aber beibehalten. Als Erstes taucht in dem Film, in dem Scrooge von Reginald Owen verkörpert wird, der Geist des verstorbenen Geschäftspartners James (Leo G. Carroll) auf, der Ketten mit sich herumschleppt und Scrooge das gleiche Schicksal prophezeit. Eine schöne Idee ist es auch, einen Geist der Weihnacht mit einer Frau zu besetzen (Ann Rutherford), die – mit Sternchen auf dem Kopf – Scrooge die Weihnachten der anderen zeigt. Apropos Idee: Eine der schrägsten aller Adaptionen gibt es in Scrooged (1988). Da führt Bill Murray als Chef einer TV-Sendeanstalt den Christmas-Carol-Trailer vor, den er sich ausgedacht hat: mit Drogensüchtigen, der Explosion eines Flugzeugs bis hin zur Atombombe. »Not bad, hm«, sagt er zu seinen Mitarbeitern.

Rudolf Worschech

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