Barbara Schweizerhof

Filmkritiken von Barbara Schweizerhof

Polit- und Mafiathriller, der cineastisch großartig Untergangsstimmung heraufbeschwört und das moderne Rom als korrupte, gewalttätige Gesellschaft schildert
Das sogenannte Wunder auf dem Hudson wird in Clint Eastwoods Verfilmung »Sully« zur ur­amerikanischen Geschichte eines Helden, der sich gegen Bürokraten durchsetzen muss, vom Volk aber gleich erkannt wird. Auch Tom Hanks kann da nur wenige Nuancen dazutun
Sergei Loznitsas neuer Film »Austerlitz« bewegt sich zwischen Dokumentation und Essay, könnte aber auch gut als Videoinstallation funktionieren: Er macht den Kinozuschauer zum Beobachter der Besucher einer Konzentrationslagergedenkstätte und bringt so die Widersprüche zwischen Gedenken und Tourismus hervor
»War on Everyone« ist ein Buddy-Cop-Movie der extra-ironischen Art: Alexander Skarsgard und Michael Peña geben sich vergebens Mühe in einem Film, der schlauer sein will als seine eigenen Figuren
Die Lebensgeschichte des tschechischen Regisseurs Milos Forman, größtenteils von ihm selbst an Originalschauplätzen erzählt. So interessant, dass die biedere Inszenierung nicht stört
Jeder will ein Stück vom Immobilienkuchen abhaben: Dokumentarfilmer Andreas ­Wilcke bringt in »Die Stadt als Beute« Altmieter, Investoren, Käufer, Planer und sogar den Berliner Oberbürgermeister vor die Kamera und gibt spannende Einblicke in einen Wohnungsmarkt »unter Druck«
Marxismus-Leninismus, Jahrgang 1988: Die Finnin Kirsi Liimatainen sucht in »Comrade, where are you today?« ihre ehemaligen Studienfreunde von der Jugendhochschule Wilhelm Pieck auf, um zu fragen, was aus ihren Idealen geworden ist
Zwei Mädchen verschwinden im Marschland von Südspanien, zwei gegensätzliche Kommissare reisen an, um den Fall zu lösen: Alberto Rodríguez lässt seinen Film »La isla mínima« im Herbst 1980 spielen und verbindet so höchst stimmungsvoll Krimielemente mit der Auseinandersetzung über die langen Schatten der Franco-Diktatur
Die Wiedervereinigung von George Clooney und Julia Roberts vor der Kamera in Jodie Fosters vierter Regiarbeit »Money Monster« kann über manche Flachheit dieses angestrengt kritischen Thrillers hinweghelfen
Mehr Hommage ans alte Hollywood als Satire aufs Studiosystem ist der neue Coen-Film »Hail, Caesar!« in erster Linie eine Nummernrevue mit allerdings sehr hübschem »Re-enactment« ausgestorbenener Genres

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