Barbara Schweizerhof

Filmkritiken von Barbara Schweizerhof

Kurt Langbein stellt in »Zeit für Utopien« die »solidarische Landwirtschaft« und andere Nachhaltigkeitsprojekte vor – ohne sie durch kritisches Befragen interessant zu machen
Elvis als überamerikanisches Symbol: Eugene Jarecki fährt in Presleys Rolls-Royce durch die USA und fragt nach Elvis' Bedeutung für Kultur und Geschichte der USA: »The King«
Ein unausgeglichenes Gerichtsdrama, das allein wegen Denzel Washingtons Auftritt als isolierter Sonderling am Ende eines den Bürgerrechten gewidmeten Lebens lohnt
Faszinierende Aufnahmen von Pinguinen, Giraffen, Pottwalen, Pandabären und anderen Tieren in freier Wildbahn halten in »Unsere Erde 2« das Interesse trotz des nichtssagenden, oberflächlich alles mit allem verbindenden Kommentars wach
Die Verfilmung eines der ersten US-amerikanischen Spezialkräfteeinsatzes in Afghanistan nach 9/11 geht den Ambivalenzen des Kriegs aus dem Weg, indem er den Wagemut der einzelnen Soldaten und ihrer afghanischen Verbündeten feiert: »Operation: 12 Strong«
Statt als spannungsvollen Action-Thriller über einen der spektakulärsten Kidnapping-Fälle der Geschichte, erzählt Ridley Scott die Entführungsgeschichte von John Paul Getty, III. in Form einer Moritat über Geld und wie es Familienbeziehungen verformt. Michelle Williams und Christopher Plummer duellieren sich sehenswert in Eigensinn: »Alles Geld der Welt«
Anhand zweier alter Schulfreunde, die sich eine Wohnung in der Altstadt von Havanna teilen, erzählt Fernando Pérez in »Letzte Tage in Havanna« vom Leben im lähmend langsamen Verfall
Längst nicht mehr so lustig wie noch beim ersten Mal, sind es das spielfreudige Ensemble und ein paar gelungene Sprüche, die einen ansonsten völlig lieblos zusammengeschusterten »Fack Ju Göhte 3« gerade noch erträglich machen
Ai Weiwei collagiert in »Human Flow« Szenen und Fakten zur Flüchtlingsfrage zu einem globalen Krisenbild, das zur Empathie mit allen aufruft
Düsteres Rachedrama aus Dänemark, in dem ein irakischstämmiger erfolgreicher Arzt dem Mörder seines in schlechte Kreise geratenen Bruders nachforscht. Mit betont cooler Ästhetik zeigt sich »Darkland« mehr an Genrevorbildern wie »Drive« als an Sozialschilderung interessiert

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Am Samstagabend werden auf der Berlinale die Bären vergeben. Auseinandersetzung war in diesem Jahr mehr als sonst das Prinzip der Filmfestspiele – umso schwerer fällt es, Favoriten auszumachen. Eine vorläufige Festival-Bilanz
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Unsere "steile These" des Monats März
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Die 68. Berlinale eröffnete mit »Isle of Dogs« von Wes Anderson. Der Animationsfilm stellt sich als Glücksgriff heraus, der sowohl politischen wie ästhetischen Anforderungen gerecht wird
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Die britische Sitcom »Lovesick« erobert sich eine langsam aber stetig wachsende Fangemeinde
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Charlie Brookers Science-Fiction-Serie »Black Mirror« fügt in der vierten Staffel sechs Geschichten hinzu, die vom Einfluss neuer Technologien auf menschliche Beziehungen und Gesellschaften handeln
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Die Hausfrau auf der Comedy-Bühne: Amy Sherman-­Palladinos neue Amazon-Serie »The Marvelous Mrs. Maisel« erzählt vom Aufstieg eines unwahrscheinlichen Talents im New York der fünfziger Jahre
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